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seien, als durch speciell dazu angestellte Experimente, da ernicht Chemiker sei; die gefundenen Resultate zu verknüpfen, dazufehlte ihm allerdings jene Logik des wahren Genies, dazu fehltenihm die Kenntnisse des wirklichen Chemikers, er konnte deshalbauch seine und seiner Zeitgenossen Resultate der Forschungennicht aneinander reihen (Dumas).
Priestley zog sich später in ein Dorf zurück und nahm dietheologischen Streitigkeiten wieder auf, ja wurde selbst beim Pö-bel verdächtigt, Republikaner zu sein, aus welchem Grunde seineBibliothek und Apparate von demselben zerstört wurden.
Nach dieser für ihn unglücklichen Katastrophe siedelte ernach London über. Nach äjährigem Aufenthalte daselbst schiöte ersich ein, um nach Amerika auszuwandern (1794), schlug das Aner-bieten einer Professur in Philadelphia aus, um sich in Northum-berland an den Quellen des Susquehannah als Farmer niederzu-lassen. Bei einer Mahlzeit wurde er und seine Familie vergiftet,die Familie wurde gerettet, er aber starb (im Jahre 1804). Kurze.Zeit vor seinem Tode erhob er -- der Entdecker des Sauerstoffs— noch einmal seine Stimme für das Phlogiston, dieses Phantom,von welchem er nicht lassen konnte!
Bei gründlichen Kenntnissen war P. ein zerfahrener Geist, so-wohl als Geistlicher wie als Naturforscher und ist diese Zer-fahrenheit als Ursache von vielem Missgeschick, das ihn betraf,anzusehen. Geist konnte ihm nicht abgesprochen werden, aberes war ein nur zu häufig von der rechten Bahn abschweifenderGeist, der sich bald auf diese, bald auf jene Seite warf, wogegenScheele mit geringen Schulkenntnissen ausgerüstet, seine ganzeKraft auf die Erfahrung chemischer Thatsachen richtend, allesNebensächliche bei Seite lassend, mehr leistete und wenn auch inbeschränkten, doch ihn vollkommen befriedigenden Verhältnissendes Lebens in dem Suchen nach Wahrheit sich glücklicher fühlteals Priestley.
Torbern Bergmann, geb. 1735, gest. 1784, Dr. med., Pro-fessor der Physik und Chemie in Upsala. Er war es, der zuerstauf Scheele aufmerksam winde und in ihm den glänzenden Stern,der der Chemie aufgehen sollte, erkannte. B. war einer derMutigsten Chemiker seiner Zeit, der sich besonders die Erfor-schung der chemischen Affinitäten zur Aufgabe gestellt hatte.B. schrieb de primordiis Chymiae 1779, Histor. Chymiae u. s. w.1782 (übersetzt von "Wiegleb) u. v. A. Seine gesammelten Schrif-ten erschienen als Opuscula Physica und Chemica 1779—84.Deutsch von Tabor 1782- 90.
Louis Bernard Guyton de Morveau, geb. 1737, gest. 1816,studirte 1753—56 die Rechte und trieb nebenbei schöne Literatur,später Chemie; in letzterer machte er solche Fortschritte, dass er1776 in Dijon chemische Vorlesungen halten konnte, 1777 gab er('in eigenes Lehrbuch der Chemie heraus, gründete 1778 eine
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