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selbst seine grössten Gegner nicht anzutasten wagten. Dengrössten Fehler beging er in den Augen seiner Zeitgenossen, dasser seine akademischen Vorträge nicht Lateinisch, sondern DeutschKielt. Die vollständige Ausgabe seiner Schriften erschien vonHuser in 10 Bänden 1559. Seine chemischen Forschungen sindin 3 Schriften: Archidoxa, Tinctura physicorum und etliche Trac-tate von natürlichen Dingen, Kräutern, Metallen, Mineralien undedlen Gesteinen enthalten.
Joh. Baptista Montanus, geb. 1489, gest. 1551, Professor inPadua, wurde der zweite Galen genannt, commentirte vieleältere Schriftsteller und gab Galens Werke (Venetianische Aus-gabe) heraus. Von ihm stammt der noch officiefle (Montanus)Augengeist.
Jacob du Bois oder Sylvius, Franzose, geb. 1492, gest. 1552,Lehrer in Paris, schrieb de medicamentorum simplicium praepa-ratione, ein Buch, das der Französischen Pharmacopoe von 1574zur Grundlage diente, methodus medicamenta componendi exsimplicibus 1541 und de delectu, compositione et duratione sim-plicium u. s. w. 1556.
Wilh. Rondelet, geb. 1507, gest. 1566, schrieb mehre Werkeüber pharm. Compositionen.
Valerius Cordus, geb. 1515, gest. 1544, Sohn des Botanikersgleichen Namens, war Arzt in Nürnberg und schrieb auf Verlan-gen des Nürnberger Itaths (wahrscheinlich mit anderen Gelehrten)ein dispensatorium pharmacorum omnium 1535, in welcher sichselbst eine Vorschrift zu Aether finden soll.
Joseph du Ohesne, Querceianus genannt, ein Gascoguier, geb.1521, gest. 1609, Leibarzt Henri IV. von Frankreich, war eineifriger Vertheidiger Paracelsius'scher Ansichten, ohne geradeals Chemiker hervorragend zu sein. Von ihm stammen verschie-dene Werke wie: de ortu et causis metallorum 1575, extractiomercurii ex auro, de praeparatione medicamentorum mineraliumn. a. m.
Thomas Erasl, geb. 1523, gest. 1583, Professor der Medicinin Heidelberg, dann Basel, schrieb de Auro potabile, de Theriaca,de occultis pharmacorum et cet. de Astrologiae divinatione u. a. m.
Joh. Baptist Porta, geb. 1538, gest. 1615. Ein reicherEdelmann in Neapel, schrieb magiae naturalis libri XX. undandere Werke. Er zeigte, dass die Hexensalbe aus Aconit undBelladonna herzustellen und die Wirkung eine ganz natür-liche sei.
Laurenti Juobert, geb. 1529, gest. 1582, Lehrer der Arzenei-kunde, schrieb eine Pharmacopoe 1579, pliarmaceutica ars com-ponendi medicamenta, de Syrupos conficiendi modo 1571.
Leonh. Thurneiser zum Timm, geb. 1530, gest. 1596, warmehr Charlatan als Forscher, doch stammt von ihm eine derersten Mineralwasseranalysen und Tractate über Harnprobiren(chemisches).