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2 (1874) Lebensbeschreibung der Förderer derselben
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ganzen, Brechmittel und Drastica. Es ist nicht unwahrscheinlich,dass dieses Streiten in Versen geschah, denn die Geschichte derPoesie führt einen Asklepiädes auf, von welchem eine VersartAsklepiädeische Verse" stammt, die mit einem Spondeus begin-nend und mit einem Jambus schliessend, aus 2 oder 3 Choriam-ben bestehen.

Marcus Vitruvius Pollio um das 15. Jahr n. Chr.

Pedanius oder Pedacius Dioscorides, geb. zu Ende, vorchrist-licher oder zu Anfang christlicher Zeitrechnung aus Anazarba inCilicien, schrieb eine Materia medica in 5 Büchern mit genauerAngabe über Zubereitung von Arzneimitteln, unter denen auchanorganische sich finden. Auch den Helm einer Destillirblase führter an. Dieses Werk war lange Zeit hindurch der wichtigsteRathgeber der Mediciner, wurde in viele Sprachen übersetzt undcommentirt. Ausser dieser Mater, med. schrieb er ein Buch überdie Gifte und Gegengifte (Antipharmaca), ferner ein Buch überdie leicht zu beschaffenden Arzneien. In der Materia medicasind circa 600 Pflanzen aufgeführt und hat ein späterer Ueber-setzer (in das Lateinische) Mathiolus, diese mit guten Holzschnittenillustrirt, herausgegeben 1565.

Scribonius Largus Designatianus, im 1. Jahrhundert n. Chr.,Römischer Arzt, schrieb Compositiones medicamentorum in schlech-tem Latein, ein Werl;, das als die erste Pharmacopoe anzusehenist. Von den Naturforschern ausserhalb des ärztlichen Standesist aus dem ersten Zeitalter nur zu nennen:

Caj'us Plinius Secundus*), auch der Aeltere genannt, wurdeim J. 23 n. Chr. in Corno oder Verona geboren und starb beimVersuche, den furchtbaren Ausbruch des Vesuvs, wodurch Hercu-lanum und Pompeji verschüttet wurden, in der Nähe zu studiren,im Jahre 79.

Plinius hatte sich der Rechtsgelehrsamkeit gewidmet, machtejedoch den Feldzug gegen Deutschland als Unterbefehlshaber mit,wurde Proconsul in Spanien, dann in Rom, auch Befehlshaber derFlotte bei Misenium. Trotz dieser Aemter, denen er mit Treue vor-stand, schrieb er ein grosses Werk Historia naturalis seu mundi in 37 Büchern, was nur möglich scheint, wenn wir seinen eiser-nen Fleiss und die genaueste Zeiteintheilung in Berücksichtigungziehen; er stand früh auf, ja legte sich oft gar nicht zu Bettund liess durch Geschwindschreiber alles ihm wichtig scheinendeaufzeichnen oder zeichnete es selbst auf; dadurch wurde es ihmmöglich bei gründlicher Beobachtungsgabe so Vieles über Naturund Kunstproducte zu sammeln. Die 37 Bücher enthalten vielWissenswerthes über Pflanzen, Mineralien, Astronomie, Physik,politische Geographie, Kunst, ja auch Medicin. Das Werk ist inmehre Sprachen übersetzt, noch 1851 erschien eine Deustche

*) Cajus Caecilius Secundus Plinius, Neffe des C. P., geb. 62, gest.110, war nicht Schriftsteller.