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2 (1848)
Entstehung
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482
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sich nicht mit Gewissheit bestimmen, es ist aber als wahr-scheinlich anzunehmen. Ueberhaupt sind solche und ähnlicheGegenstände gar feine Dinge, über welche sich für oder wider,stumpf- oder scharfsinnig sprechen lässt; es ist auch gar harm-los, sich mit verständigen Freunden darüber zu unterhalten;nur darf das Vermuthliche nicht mit der reinen Erfahrungs-lehre vermischt werden. Wer das thun wollte, der würde da-durch beweisen, dass er nicht einmal den ersten Begriff derreinen Erfahrungslehre der alten Geheimärzte erfasst; es würdeihm gerade gehen wie Sydenham und einigen späteren Aerzten,die über phantastische Theorie klagen, sie, als den Fort-schritten der wahren Heilkunst hinderlich, verwerfen, denenaber ihr thcilicht verkrüppelter Verstand den Possen spielt,dass er sie eine etwas anders gemodelte, aber eben so phan-tastische Theorie an die Stelle der als phantastisch verdammtensetzen lässt.

VI. Von der Verlängerung des Lebens durch die Universalmittel.

Dieser Gegenstand ist mit dem vorigen nahe verwandt,weshalb ich auch keine schicklichere .Stelle dieses Bucheswüsste, von ihm zu sprechen.

Da der grössle Theil der Menschen ein langes Leben füretwas sehr Wünschenswerlhes hält, so kann man leicht denken,dass die Aeizle schon in der ältesten, vorgeschichtlichen Zeitüber die Möglichkeil es künstlich zu verlängern werden ge-grübelt haben. Diese Grübeleien sind nicht auf uns gekom-men, würden auch wol wenig Anziehendes für uns haben.Die älteste bestimmte Nachricht von einer künstlichen Lebens-verlängerung, welche zu meiner Kunde gelangt, ist, verhältlichzu dem muthmasslichen Alter unseres Erdballes, sehr, sehrjung, sie findet sich nämlich in den Werken des Galen. Diesersagt in dem Buche vom Marasmus: zu seiner Zeit sei ein Phi-losoph gewesen, der habe eine Schrift verfasst, in welcher ergelehrt, wie man sich vor den Schwachheiten des Alters be-wahren könne. Da er aber selbst zum achtzigsten Jahre ge-