§ 6. Die Fruchtdrogen.
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II. Die Gymnospermenfrüchte.
a) Fructus Juniperi.
Wach h ol d er b e er e n.
Litteratur.
Verbreitimg: Brandig, Forest Flora of nortliwestern India Orientalis II(Madras 1843), p. 535. — Schubler, Pflanzenwelt Norwegens, 1875. S. 140.
Botanik: Ed. Strasburger, Das Botan. Praktikum, Jena 1887, S. 483. —Pfitzer, Über die Entwicklung des Embryos der Koniferen. Bot. Zeit. 1871, S. 893.— Strasburger, Die Koniferen und die önetaeeen, 1872, S. 32 n. 307.
Chemie: Trommsdorff. 1822. - Steer, Cliem. Centralblatt 1800, S. 00. -Donath. Chemisches Centralblatt 3. Ser. IV. (1873) S. 457. - Bitthausen, Polyt.Journ. Bd. 208 (1877). p. 300. — Wandesieben, Kopp-Will, Jahresbericht derChemie 1801, 085. — Ätherisches Öl. Mayer. Bundschau für die Interessen derPharmaeie etc., Leitmeritz 1884, S. 415. Unger, Pharmazeut. Zeitung 1886,
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Stammpflanze: Juniperus communis L., Coniferae, Cupressinae.
■ Verbreitimg der Stammpflanze: Der diöcisehe Baum findet sich fastüberall in den gemäßigteren und kälteren Gebieten der Erde und wächstin der Ebene und in den Gebirgen (z. B. bis 4000 m im Himalaja, bis1500 m in den bayerischen Alpen).
Einsammlung: Die Wacholderbeeren werden von wild wachsendenPflanzen in grofsen Mengen in Österreich, Italien, im südlichen Frank-reich und in Deutschland gesammelt. Die bei uns im Handel vor-kommende Droge stammt hauptsächlich aus Deutschland (LüneburgerHeide, Ostpreufsen), aus Ungarn (Karpaten) und Italien.
Entivicklungsgesehichte der Frucht: Die Pflanze blüht im April undMai. Man findet dann die Blüten der männlichen und weiblichen Pflanzein den Achseln der vorjährigen Blätter.
Die Blüte der weiblichen Pflanze ist ein etwa 2 mm langes, länglicheiförmiges Gebilde von grünlicher Farbe. Sie besteht aus einer kleinen,beblätterten Achse und 3 Samenknospen. Die schuppenförmigen Blättchenstehen in 5-6 alternierenden, dreigliedrigen Wirtein, dicht gedrängt ander Achse. Die 3 obersten Blättchen, welche unter dem erkennbaren,nackten Achseneude stehen, tragen in ihren Achseln je eine Samenknospe,welche jedoch nicht genau in der Mediane, sondern seitlich von derselbenstehen, so dafs die 3 Samenknospen einen scheinbar mit dem letztenülattwirtel alternierenden dreigliedrigen Wirtel bilden. Das Verhältnis istdes näheren so aufzufassen, dafs von den bei anderen Cupressmeen in derAchsel eines jeden Blattes auftretenden 2 Samenknospen nur eine an-gelegt wird, die andere völlig unterdrückt ist. Die 3 obersten Blättchendürfen wir die 3 Karpelle (c, Fig. (144) nennen, da sie später zum Peri-