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2 (1892)
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IV. Pharmakognosie.

karp werden, die übrigen Schuppenblättchen (!>) können als Hochblätterbezeichnet werden. Die Samenknospen bestehen ans dem Nucellns (n)und einem Integumente (j), welches einen langen Mikropylenkanal bildet.

Wie gesagt, nehmen am Aufbaue der Frucht in der Regel nur die3 Karpelle und die Samenknospe teil; die übrigen Blättchen vergröfsemsich nur wenig und bilden mit der Achse schliefslich das beblätterteStielchen der Frucht.

Nur selten geht auch noch der den Karpellen zunächst stehendeWirtel der Hochblättchen mit in das Perikarp ein, was dann leicht auden an der Frucht erhalten bleibenden 3 weiteren Blattspitzen zu er-kennen ist.

Die Bestäubung der weiblichen Blüte durch die Pollenkörner findetim Mai statt. Die auf die Nucellusspitze auffallenden Pollenkörner treibeneinen kurzen Polleuschlauch, welcher in das Nucellusgewebe ein kleinwenig eindringt, dann sein Wachstum einstellt. Es geht darauf imNncellus erst die Ausbildung des Embryosackes vor sich, von dem zurBestäubungszeit nur die Anlage vorhanden ist. Der Embryosack oderdie Makrospore ist eine sehr stark vergrößerte Zelle, welche von einerSchicht relativ kleinzelligen Gewebes des Nucellus umgrenzt wird. DurchTeilung dieser Zelle entsteht dann das Endosperm (Prothallium).

Aus 5—10 dicht aneinander liegenden Zellen der äui'sersten Schichtder oberen Seite des Endosperms bilden sich weiter 5—10 Archegonienaus, die im fertigen Zustande etwas eingesenkt in der Spitze des Embryo-sackgewebes liegen, aus einem Halsteile ((/, Fig. (!44), einer schwer sicht-baren, nicht mit gezeichneten kleineu Halskanalzelle und der grofsen Ei-zelle (cp) bestehen.

Sind die Archegonien angelegt, so wächst der Pollenschlauch aufdieselben zu und legt sich mit seiner blasenförmig angeschwollenenSpitze über die Hälse aller Archegonien. Dies geschieht Ende Juli desersten Jahres. In dem Pollenschlauch sind zahlreiche Zellkerne vor-handen, welche in die Eier einwandern und die Befrachtung besorgen,indem je einer in eine Eizelle eindringt und mit dem Kerne eines Eiesverschmilzt. Der so aus 2 Kernen entstandene Kern des befruchtetenEies wandert in die Spitze des letzteren, und der den Kern enthaltendeZellteil grenzt sich durch eine Wand ab (Fig. (144, ei). Diese Zelle teiltsich dann zuerst durch Querwände in 3 Zellen, welche wieder durchgekreuzte Längswändo in 4 Zellen geteilt werden. Die oberen 8 Zellen

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Erklärung der Tafel.

.Tun iperufl 00 in munis.

Fig. 644 Drei Archegonien von Juniperus communis und <li<' Pollenschlauchspitze (p).d Archegonienhals. ep Ei. « nach der Befruchtung entstandene :Am 28. Juli gesammelt,ach vergr.

(Nacb H <> i in eiste c.)