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2 (1892)
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S 7. Die Drogen der Nebenorgane.

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Jodjodkaliumlösung an und bringt sie so in konzentrierte Schwefelsäure,so quillt die Zellwand auf, färbt sich dabei blau und kann sich schliefslichlösen, während, wie bei den beiden vorhergehenden Reaktionen, die Kuti-knla und das Protoplasma sich bräunlich färben und ungelöst bleiben.

Chemie: Rohe Baumwolle enthält nach der Untersuchung vonChurch und H. Müller:

Cellnlose . . .Wasser . . .Fett ....ProtoplasmaresteKutikula . . .Asche ....

91,88 ö /o

7,o % (bei 100° bestimmt)

0,40 %0,5 %0,76 7o

0,12%

Beim Auskochen mit schwacher Natronlauge lösten sich 0,3 bis 0,5 %Substanz aus der Baumwolle. Unter anderem fand sich in der Lösungein bei 83" schmelzendes Fett (?). Gereinigte Baumwolle darf höchstens0,7 bis 0,8 ° o Asche geben.

Geschichte: Die Ägypter und Griechen kannten die Baumwolle,ihre Kultur und Verarbeitung mehrere Jahrhunderte vor dem Beginneunserer Zeitrechnung. Die älteste Verwendung fand die Baumwolle wohlim östlichen Asien.

§ 8. Medizinisch verwendete Kräuter.

Herba Absint, Wermut: Artemisia Absin thium L., Compo-sitae. Blätter nebst schwächeren Blüten tragenden Achsen. Europa, Nord-afrika, West- und Nord-Asien. Etwa 2 % ätherisches Ol, welches einTerpen und Absinthol enthält; einen Bitterstoff, das sogenannte Ab-sinthiin.

Herba Cardui benedicti, Cardobenediktenkraut: Cnicusbenedictus L., Compositae. Blätter und blühende Zweige. Südeuropa,Nordafrika, Asien. Kultiviert bei uns in Thüringen. Das Cmcin, einkrystallisierter Bitterstoff.

Herba Centaurii, Tausendgüldenkraut: Erythraea Centau-rium Persoon, Gentianaceae. Zur Blütezeit gesammelte oberirdische Teile.Europa und Vorderasien. Bitterstoff noch nicht dargestellt. Geschmack-loses, krystallisiertes Erythrocentaurin.

Herba Cochleariae, Löffelkraut: Cochlearia officinalis L.,Cruciferae. Die zur Blütezeit gesammelte Pflanze. Küsten der nordischenMeere, zerstreut auch in den Binnenländern der nördlichen Halbkugel.

Die Droo-e fast wirkungslos. Das lebende Kraut liefert nach dem Zer-

o 30 *