8 5. Die Blüten.
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Folia Theae, Thee: Caraellia Thea Link. Ternströmiaceae.Wild in Bengalen gefunden. Kultiviert in China, Indien, Japan. 1 bisz% Coffein, etwa 12 % Gerbsäure, etwa 1% Asche.
Folia Toxicodendri, Giftsumachblätter: Rhus ToxicodendronMich., Terebinthaceae. Toxicodendronsäure.
§ 5. Die Blüte.
1. Spezielle Morphologie der floralen Region des Sprofssystems
der Angiospermen.
In dem Abschnitte über die vegetativen Sprofssysteme (S. 1) habenwir auseinander gesetzt, was wir unter der floralen Region des Sprofs-systems verstehen. Diese florale Region wollen wir nun etwas näher be-sprechen, dabei aber diejenige der Gymnospermen aufser acht lassenund mit der Betrachtung des wichtigsten Teiles der floralen Region, derBlüte, beginnen.
A) Die normale Blüte.
Die Blüte ist ein zusammengesetztes Organ der Pflanze, welches dergeschlechtlichen Fortpflanzung dient. Die Resultate der vergleichendenMorphologie und Anatomie des entstehenden und fertigen Organes findenihren einfachsten Ausdruck, wenn man die Blüte als eine „umgestalteteterminale, einfache Sprofsregion" bezeichnet. Man kann also sagen, dieBlüte ist eine einfache, terminale Sprofsregion, welche dergeschlechtlichen Fortpflanzung dient; um die Hochblätter, welchenicht selten auch noch au der biologischen Leistung der Blüte teilnehmen,auszuschliefsen, kann man dieser Definition der Blüte noch hinzufügen:„Da, wo Hochblätter an der Achse des betreffenden Sprossesauftreten, findet die Blüte ihre untere Grenze oberhalb derjüngsten Hochblätter."
Die normale Blüte ist zusammengesetzt aus vier verschiedenen biolo-gischen Regionen, besteht gleichsam aus vier biologischen Apparaten,dem Kelch (calix), der Krone (corolla), dem Andröceum und dem Gynä-ceum. Der Kelch hat den Schutz der jungen Blütenteile zu besorgen,die ßlumenkrone ist ein Apparat zur Anlockung der die Bestäubung ver-mittelnden Insekten, das Andröceum ist der männliche Geschlechtsapparat,das Gynäceum der weibliche Geschlechtsapparat der Pflanze. Aufserdemkommen Nebenorgane in der Blüte vor, wie z. B. die ebenfalls zur An-lockung der ßestäubungsvermittler dienenden Nektarien, welche in ihrerGesamtheit den Honigapparat der Blüte bilden. Kelch und Krone be-zeichnet man wohl zusammen als Blütenhülle oder Perianth (periantliiuni).
In zahlreichen Fällen fehlt der Blüte ein oder der andere dergenannten Apparate. Bezeichnet man mit Griesebach den Kelch mit
Arthur Mayer, ^Yissell8chaftliche Drogenkunde. II.
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