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1 (1891)
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§ 1. Die Samen.

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gebildet

oder gefärbt. Hat eine solche auffallende Ausbilduno- statt-gefunden, so bezeichnet man die organische Basis des Samens als Chalazaoder Hagelfleck. Bei atropen Samen fällt die Chalaza stets mit demNabel zusammen (c, Fig. 87), bei den anatropen Samen liegt sie häufio- demNabel gegenüber (c, Fig. 86).

4. Bei den anatropen Samen findet man meist die Region derSamenschale, in welcher das aus dem Fuuiknlus eintretende Gefäfsbündel inder Samenschale bis zur Nucellusbasis verläuft, als besonders gefärbte oderauch erhabene Linie ausgebildet. Ist dies der Fall, so bezeichnet mandiesen von dem Nabel bis zur Chalaza des anatropen Samens verlaufendenStreifen als Raphe oder Nabelstreifen.

In seltenen Fällen bilden sich an dem Samen anormale Anhängselaus, welche man je nach ihrer Form mit besonderen Namen belegt.Hierher gehört der Arillus. Mit dem Namen Arillus bezeichnet manflächenförmig entwickelte, die Samenschale umhüllende Auswüchse, welchevon den verschiedensten Stellen des Integumentes, z. B. der Mikropyle,Raphengegend, oder des Funikulus ausgehen köuuen. Einen Arillus findenwir z. B. bei der Muskatnufs und bei dem Kardamomensamen,bei den Samen von Evonymus europaeus, bei dem gynmospermen Taxus.Ferner ist hier die Karunkula, eine an der Mikropyle liegende, hügel-förmige, fleischige Wucherung (z. B. des Ricinussamens) zu erwähnen.

Zum besseren Verständnisse des Samens wird es beitragen, wenn wirauf die vier Hauptteile des Samens noch etwas näher eingehen.

Als Samenschale fafst man am zweckmäfsigsten alle diejenigenZellschichten des Samens zusammen, welche zum Schutze des Embryound eventuell des Nährgewebes des Samens dienen, legt also das Haupt-gewicht auf die physiologische und biologische Funktion dieser Zell-schichten. Sehen wir von den seltenen Fällen, in welchen an demisolierten Samen noch Teile des Perikarps fest haften bleiben (siehe z. B.die Perikarphaut des Samens von Citrullus Colocynthis in der Mono-graphie von Fructus Colocynthidis und die aus dem Perikarp hervor-gegangenen Teile der Samenschale von Juniperus communis) ab, so könnensich am Aufbaue der so definierten Samenschale die Integumente, dasNucellusgewebe und das Embryosackgewebe beteiligen. Gewöhnlichliefert das Embryosackgewebe oder das Nucellusgewebe oder beide nurdadurch in vielen Fällen schützende Schichten, dafs ihre Zellen zu dichtenHäuten zusammenfallen, welche sich den gut ausgebildeten Zellschichtender Integumente dicht anlegen. So z. B. finden wir bei dem Samen vonCitrullus Colocynthis unter der dicken Region der Samenschale, welchenur aus dem äufseren Integumente hervorging, noch zwei dünne Häutchen,welche dem Samen ganz dicht anliegen und welche sicher nur als Schutz-schichten, nicht als Nährgewebe in Betracht kommen. In beiden Häutchenist je nur eine Zellschicht noch gut erhalten, die übrigen sind zurglasigen Haut zusammengefallen. Die äufsere (Pe, der Figur von Fructus