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1 (1891)
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§2. Über die Ausführung der botanischen Untersuchung der Drogen. ^H

lösuug aufgehellt sind, aufbewahren, so setzt mau eiu wenig Glycerin zudem unter dem Deckglas in Chloralhydrat liegenden Präparate und läl'stdann das Präparat frei liegen, bis das Wasser verdunstet ist; dann kannmau das Präparat einschliefsen. Chloralhydratlösuug verträgt sich mitAnilinlösung, Chlorzinkjod, Salzsäure, Jodjodkalium, Chloraljod, Eisen-chlorid, Essigsäure, und es können deshalb die Präparate direkt aus derChloralhydratlösung in die aufgezählten ßeagentien gebracht werden. DieLösung hat vor der früher viel zum Aufhellen benutzten Kalilauge, welchesie ersetzen soll, vieles voraus.

Chlorzinkjod: Man bereitet eine gesättigte Lösung von Chlorzinkin Wasser, verdünnt mit >/ 10 des Gewichtes der Lösung Wasser und fügtzn 100 Teilen der Lösung 6 T. Jodkalium und so viel fein geriebenesJod, dafs nach längerem Stehen der Lösung noch eiu Überschufs von Jodbleibt. Die Lösuug färbt Cellulosemembrauen violett, verkorkte undverholzte Membranlamelleu braun, Cytoplasma und Zellkern braun, Stärkeunter Quellung blau.

Anilinlösung: Mau löst 1 g Auilinsulfat oder Anilinhydro chlor atin 5 ccm Salzsäure, 5 ccm Spiritus und 10 ccm Wasser. Die Lösung färbtverholzte Zellwände gelb.

Chromsäure: 15 g Chromsäure in 15 ccm Wasser gelöst. DieseLösung zerstört den Zellinhalt und die Zellwände allmählich völlig. Vonden Zellmembranen werden die Cellulosemembranen schnell, etwa"s lang-samer die verholzten, sehr langsam, erst nach Tagen die verkorkten (undverkieselten) gelöst. Man kann demnach mit diesem Reagens die ver-korkten Zellwände isolieren und nachweisen.

Kupferoxydammoniak: Man stellt dieses Reagens dar, indem manSchnitzel von Kupferblech in eine unten eug ausgezogene, durch ein.,,Kautschukschlauch und Quetschhahn verschlossene Röhre giebt, mit mög-lichst konzentriertem Ammoniak übergießt, eine halbe Stunde stehenläfst, die Ammoniakflüssigkeit abläfst, so dafs die Luft eine halbe Stundeauf das Kupferblech einwirken kann, dann die Flüssigkeit wieder aufgiefst,nach einer halben Stunde wieder abläfst und so fortfährt, bis sich dieLösung nicht mehr tiefer blau färbt. Kupferoxydammoniak löst Cellulose-membranen und wird als Reagens für die Schleimlamellen benutzt.

Chloraljod: In eine Lösung von Chloralhydrat (5+2 aqu.) giebtman so viel pulverisiertes Jod, dafs nach längerem Stehen ein kleinerÜberschufs des letzteren vorhanden bleibt. Die Lösung vercmillt Stärke-körner und färbt sie zugleich blau. Sie dient zum Nachweis kleinsterScärkemengen.

Kaliumchlorat und Salpetersäure, Schultzes Macerationsflüssigkeit,wird benutzt, um Gewebe so zu lockern, dafs sich einzelne Elemente der-