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Toxicologische Tabellen oder tabellarische Uebersicht der Gifte, der Symptome, die sie hervorbringen, der Behandlung der Vergiftungen, der Auffindungsweise der Gifte, u.s.w. : nach den neuesten Entdeckungen und Berichtigungen entworfen
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IT. Vegetabilische Gifte. 2. Alcaloide.

8. filtrirt man die Flüssigkeit, welche jetzt nur das Morphium mit Gerbestoff enthält; 9. schüttet man eine gewisse Menge Leimlösung hinzu, um denGerbestofF ru fällen; 10. filtrirt man das Ganze von neuem und süfst den Rückstand mit Alcohol aus; 11. indem man es dann abdampft, erhält mandas Morphium. Dieses Verfahren kann auch bei den übrigen Alcalo'iden angewandt werden, um sie in verdächtigen Substanzen aufzusuchen.

Bei Verdacht auf essigsaures Morphium verfährt man folgender Mafsen: Ist die Substanz fest, so kocht man sie in hinreichender Menge destillir-ten Wassers, etwa io Minuten hindurch, dann filtrirt man die Flüssigkeit, wie es denn auch geschieht, wenn die verdächtige Substanz flüssig War, dampftsie in einem Porcellan-Gefäfs ab, bebandelt den Rückstand mit Alcohol zu 36°, der, nebst dem essigsauren Morphium auch einige andere Salze, thie-rische Stoffe, und namentlich das Osmazom auflöst, dampft die alcoholische Flüssigkeit ab, löst den Rückstand wieder in geringer Menge Wassers auf,welches die fetten Theile zurückläfst. Andere thierische und färbende Substanzen könnte man durch basisches essigsaures Blei entfernen. Indem mannun diese letztere Auflösung langsam abdampfen läfst, krystallisirt das essigsaure Morphium, wenn es darin enthalten war, in divergirenden Prismen vongelblicher Farbe. Man erkennt es: 1. an seinem bittern Geschmack; 2. schlägt Ammonium aus seiner wässerigen Auflösung dasselbe in weissen Flockennieder; 3- entwickeln sich essigsaure Dämpfe, wenn man concentrirte Schwefelsäure übergiefst; 4. wird es bei Berührung mit Salpetersäure erst orange-farben, dann röthlich. Sind die auf essigsaures Morphinm verdächtigen Flüssigkeiten alcalisch, so mufs man erst Essigsäure hinzufügen, um das Mor-phium wieder auflöslich zu machen. (Guerin de Mamers nouvelle toxicologie.)

Namen derGifte.

Aconit in.

uitropin.

Cicutin.

Conicin.

Daturin.

Hjoscia-

min.

Nicotianin.

Solanin.Narcotin.

Symptome der Vergif-tung.

Diese Alcaloide kommenin den Erscheinungen, diesie im Organismus veran-lassen, mit denen der nar-cotischen Pflanzenstoffe imAllgemeinen überein. Sieerweitern alle die Pupille,und sind sämmtlich ausPflanzen der Familie derSolaneen gezogen, mit Aus-nahme des Narcotins, wel-ches der Familie der Pa-paveraeeen angehört.

Behandlung der Vergif-tung.

Als Gegenmittel bei Ver-giftungen mit diesen Sub-stanzen sind adstringirendeAbkochungen empfohlen,decoctutn chinae, quercus, Sa-licis, nueurn gallarum, undin Ermangelung derselbenrother Wein,

Art und Weiseder Wirkung,

Wie beim Mor-phin und Opium,

Leichenbe-fund.

Unbekannt we-gen Mangel anBeobachtungen.

Auffindungsweise.

Das Aconitin wurde von Brandes in denAconitum-Artcn entdeckt; das Atropinvon Brandes und Runge, so wie von Vauque-lin; das Cicutin, Daturin und Ilyoseia-min von Brandes und Runge; das Solan invon Desfosses.

Die chemischen Eigenschaften dieser Al-caloide sind theils zu wenig hervorstechend,theils zu wenig bekannt, als dafs man aufdieselben ein Verfahren, jene von einanderzu unterscheiden, sollte stützen können. Dasvon Runge zuerst angegebene organischeReagens, die Pupillen-Erweiterung, welchediese Substanzen in verschiedenen Thierau-gen hervorbringen, ist allerdings Verdachtbegründend, doch ist es der Chemie nochvorbehalten, wesentliche Kennzeichen dieserStoffe aufzufinden.