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II. Vegetabilische Gifte, i, Pflanzensäuren,
Namen derGifte.
Symptome der Vergif-
tung.
Behandlung der
V
er-
giftung.
Aepfel-säure.
Citronen-säure.
Nur die gröfsten Gabenwirken töiltlich. Die Symp-tome, welche sie hervor-bringen, gleichen denen,welche Mineralsäaren er-
Man rcic\vcMiigncsia,KaIch-wasser,Seifenwasser, und vielschleimiges Getränk.
Art und Weiseder Wirkurur.
Wie hei Mine«ralsäureo.
Essigsäure. '
Leichenbe-fund.
Auffindungswcisc.
Wie hei Mine-ralsäuren.
Die Verbindungen dieser Säuren mit Kali,Natrum und Ammonium sind nicht, wie dieVerbindungen dieser Alcalicn mitWcinsleiii-säuro und Sanerkleesäure, nur im neutralenZustande, sondern mich hei üherschüfsigerSäure leicht löslich.
Die Citroncnsäure bildet mit Kalehwasserkeinen Niederschlag; nur wenn man dieMischung kochen lädst, setzt sich der citro-nensaure Kulch ab.
Jlolzsaure. I öchinerz, Krampt im Ma-Branstige S en > Uebelkeit, Erbrechen,Holzsäure. K ,f m ^' e der Extremitäten,7> 7-7, al,u formen von .Tetanus,
brcnzlichle Stockung aller Lebcnsver^Essigsaure, riehtungen, Starrheit, Hem-Brenzliclile mung der B.esj>iratioii,Tod.Holzsäure. \
Bis dahin sind noch keineErfahrungen darüber ge-macht; doch scheint, derAnalogie nach zu schlics-sen, die zwischen der Er-scheinung, welche die Ilolz-säure und die heftig rei-zenden Alcaloiden hervor-bringen, das dort angege-bene Verfahren anzuwen-den zu seyn./ide; /<zss,kalteBe-giefsungen, Bader, Schröpf-köpl'e, rothmaehende Mit*tel, etc.
DasEmpyreuma
ülit eine heiligeWirkung auf dasNe.rven - Systemaus, wenn es incrofsen Gabengereicht wird; inkleinen Gabenwirkt es primärauf das Gef'äfs-system, reizt u.entzündet dieAthmungs - Or-gane.
Anhäufung vonBlut im venösenGefäfs - Systemder Lungen, desGehirns; Ent-
zündung,schwitzung.
Aus-
Das chemische Verhatten ist ganz wie dasdes Essigs; das Einpyreuma zeichnet sichdurch den unverkennbaren Geruch aus.
An merk. Die Holzsäure, deren dynamischeWirkung Bcrre« in seiner Schrift : Ueber Holzsäureund ihren Werth (Wien i8a3), beleuchtet hat, ge-hört den Symptomen nach, die sie hervorbringt, zuden das Rückenmark heftig reizenden Giften, Siewirkt durch Ueberreiz lähmend auf alle Lebcns-fnnetionen und bringt den Tod in kleinen Gabenund in kurzer Zeit,
Sauerklee-säure.Zucker-säurc.
Sie wirkt in starken Do-sen äusserst schnell tödtlichunter den heftigsten Ma-genschmerzen, Erbrechendunkler Massen, Stuhlaus-leerungen, Entstellung desGesichts, allgemeiner Kälteund unmerklichem Pulse,
Essigsaurer Kalch und Mag-nesia miteinander gemischt,würde, nach Buchner, (bisbeste Gegenmittel seyn, weiles die Kleesäure bindet.Vorher mufs man jedochdasBrechen befördern, oderden Magen mittelst derMa-genspritze entleeren.
InErmangel img obigerSub-stanzen reiche man Kalch-und Seijenwasser, Eiweiss inWasser.
Die Kleesäurescheint beson-ders auf dasNer»vensystem zuwirken.
DunkleFlüssig-keit im Magen;die Schleimhautverdickt, mitBlut injicirt, ge-fleckt ; die Mus-kel haut zusam-mengezogen.Spuren vonEnt-ziindung in denEingeweiden, u,wässerige Er-giessuiigen imGehirn, Veren-gerung des Co-lons.
Mit Kalehwasser und allen Kalehsalzlösuii-gen, selbst mit der des schwefelsauren Kal-ches, bildet die Kleesäure einen unauflös-lichen-Niederschlag, der in der Glühhitze sichin kohlensauren Kalch verwandelt, ohne Kohlezu hinterlassen. Mit Ammonium, Kali undKatrum bildet sie Salze, die nur leichtlöslichsind als Neutralsalze, bei überschüssiger Säurehingegen weniger.