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Toxicologische Tabellen oder tabellarische Uebersicht der Gifte, der Symptome, die sie hervorbringen, der Behandlung der Vergiftungen, der Auffindungsweise der Gifte, u.s.w. : nach den neuesten Entdeckungen und Berichtigungen entworfen
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IL Vegetabilische Gifte. 1. Pfianzensäuren. 2. Alcalokle.

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Namen derGifte.

Weinstein-säure.

Symptome der Vergif-

tung

Wie bei den Mineralsäu-ren.

Behandlung der Ver-giftung.

Wie oben.

Art und Weise

der

Wirkung.

Wie bei denMi.neralsäüren.

Leichenbe-fund.

Wie bei denMineralsäuren.

Blausäure.

J) Narco-tisch wir-kende Al-calo'ide.Morphium.

Morphin.

EssigsauresMorphin.

Morphinsalze.

Siebe narkotische Pflan-zenstoffe,

Die Symptome der Ver-gütung mit Morphium-Sal-zen gleichen ganz denen,die das Opium hervor-bringt, und können ver-wechselt werden mitdencnder cholera, der apoplexiasanguinea, der meningilis u,encephalids, mit febris inter-mittens maligna, soporosa,apoplectka, cholerica, und/ie-patica.

An merk. Nach Bally ist einheftiges Jucken der Haut {Pru-ritus) ein beständiges Symptomdieser Vergiftung ; das Juckenist oft mit einem Exanthem ver-bunden, das in kleinen, rundenfarblosen Erhöhungen der Hautbesteht.

Brechmittel, K itze Indes Schlundes, Magen-spritze müssen das Giltso schnell als möglich ausdem Magen entfernen; als-dann reielie man adstrin-girende Flüssigkeit, decoc-turn chinae, quercus, Salicis,und Verfahre ferner, wiebeim Opium angezeigt ist.

Das Morphin

wirkt wie dasOpium, nur sindseine Wirkun-gen reiner unddeutlicher nar-cotisch, währenddie des Opiumsgemischt sind,und bald alsSymptome derReizung, baldals Symptomedes Narcotismusauftreten.

Auffindungsweise.

Mit Kalchwasser und allen Kalchsalzlösun-gen, nicht aber der des schwefelsauren Kalchs,bildet die Weinsteinsäure einen Niederschlag,der sich in übermässiger Weinsteinsäure wie-der auflöst, geglüht aber viel Kohle hinter-läfst. Das Verbalten mit Alealien ist wie beiKleesäure.

Congestionendes Blutes, be-sonders venöseConeestion nachdem Kopfe, ebenso nach derLunge und demHerzen; zuwei-lenf'rgiefsungenin diesen beidenOrganen.

Sertürner entdeckte dieses Alcaloid im Opi-um, und gab dadurch Veranlassung zu vielenwichtigen phylocbemischenEntdeckungen. Dasreine Morphium ist weifsgclblich; in Wassergar nicht, in Alrobol dagegen sehr löslich;hat im reinen Zustande, wegen seinerUnauf-löslichkeit, wenig Wirkung auf den Organis-mus, und keinen Geschmack; seine Lösungin Alcobol dagegen und seine Salze schmeckensehr bitter, besonders das essigsaure, we-niger das schwefel- und salzsaure. Es ver-hält sieh alcalisch, und bildet mit Säurenkrystallisirbare, in Wasser lösliche Salze; esschmilzt leicht, gleicht dann dem geschmol-zenen Schwefel und krystallisirt beim Erkal-ten. Mit concentrirter Salpetersäure über-schüttet, wird es roth, und dann mit salz-saurem Zinnoxydul behandelt, braun; diehyperoxydirten Eisensalze färben das Mor-phin blau, welche Farbe durch Alcohol gleichverschwindet.

(S. Stolze, berlinisches Jahrbuch der Phar-macie. B. 26, Abth. 2, S, 52, und B. 27, Abth.1, S. i38.

mansie in

nmerk. Beim Verdacht auf Morphin in iremden Korpern, z.B.m den Content« der Eingeweide,odcr in den ausgebrochenen Substanzen, verfährt manlgende Weise, um das Morphin zu entdecken: 1. lalst man die Eingeweide und die Contenta, jedes für sieb, mit leicht gesäuertem Wasser kochen;npft man diese Säure mit Magnesia ab; 3. damplt man die Mischung ah; 4- behandelt man den Ruckstand zwei oder drei Mal mit Alcobol indemihn bis zum Sieden erhitzt; 5- schüttet man diese weingeistigen Flüssigkeilen zusammen, filtrirt sie und dampft sie im Marienhade ah; 6. löst man1 einer neuen, geringeren Menge Alcohols wieder auf; 7. schüttet man in diese neue Auflösung Galläpfeltinctur, bis sich nichts mehr niederschlägt;