I. Mineralische Gifte. 1. Metalle.
Namen derGifte.
yjrsenik.
Arsenik-Deut:
oxyd.
Weisser Arse-nik.
Weisses Arse-nikoxyd.
Arsenigte Säu-re.
Hüttenrauch.
Giftmehl-
Rattenpulver.
Arsenißt saure
Salze.Arsenicüren.
Arseniksäure.
ArseniksaureSalze.
Gelber Schwe-fei-Arsenik.
Operment.
Rother Schwe-felarsenik.Jiealgar.
Schwarzes Ar-senikoxydul.Fliegengift-
Arsenikdämpfe.
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mptome
tun
der Yergif-
Uebler, herber Geschmack,stinkender Athem, Zusam-menschnüren ilcs Schlun-des und der Speiseröhre,Speichelfluis, Aufstofsen,Schluchzen, Uebelkeiten,Erbrechen hrnuner oderblutiger Stoffe, Präcordial-angst, Ohnmächten, Hitzeund lebhafter Schmerz inder Herzgrube, Zittern derExtremitäten; schwarze stin-kende Stühle, kleiner, fre-quenter, unregelmässigerPuls, Herzklopfen;glühendeHitze der Haut, brennen-der Durst, bald hypoerati-sches, bald aufgedunsenesGesicht mit livider Rötheund Flecken; erschwertesAthmen, Lähmung der un-tern Extremitäten ; sparsa-mer, rother, blutiger Urin,kalter Schweifs, Delirium,epileptische Krämpfe, Tod.
Die chronische Arsenik-vergiftung erzeugt Colik,Abinaücruns und hectisehesFieber.
Die Behandlung solcherKranken stiinmjt mit jenerder an Blcicolik leidendenüberein, CS. Blei, Anmerk.)
Behandlung der Ver-
giftung.
Man befördere das Er-brechen durch Brechmittel,oder durch grofse Portio-nen lauwarmen Zuckerwas-sers, oder Leinsamen thee;oder man reiche sonstigesoligteSj schleimiges , lauesGetränk, Wasser mitMilch,oder Honig, Fleischbrüheu. s. W. Man wende zeitigdie Magenspritze von Needoder Bush an ; der Magenmufs immer angefüllt blei-ben mit vieler Flüssigkeit;darauf verordne man Ab-führungsmittel, u. Klyslierevon obigen dcmulcircndenSubstanzen.
Bilden sich Enlzündungs-Svmptome aus, so wendeman den antiphlogistischenApparat an, Aderlal's, Blut-igcl, erweichende Umschla-gt', Bader, Klysliere.
Ist der Arsenik in einerAuflösung genommen, sogebe man Kalchwasscr undSchwefelwasserstoff-haltigesWasser, oder ein Decoctumchinae rubrae, nueum gallo.-nun etc., und verfahre dannwie oben angezeigt. Dochkann man diese Mittel auchmit Vorlheil anwenden,wenn das Gift in festerForm genommen ist, indemsie das Aufgelöste nieder-schlagen.
Art und Weiseder Wirkung.
Arsenik wirktgiftig, aufweicheWeise er auchmit dem Körperin Berührung ge-bracht wird —in die Venen,auf das Zellge-webe, oder aufsonst eine Weiseapplicirt; dochum so schneller,je blutreicher u.je näher demHerzen das Or-gan war. Er ent-zündet Magen,Eingeweide, unddie innere Hautdes Herzens, undwirkt zersetzendauf das Blut.
Arsenik verhin-dert dieFaulnifs,obgleich es Or-fila läugnet, nachWelper, Borges,Monheim u, A.
Leichenbe-fund.
Entzündung desSchlundes u. Ma-gens; diffuse odercircumscriptepurpur - oderschwärt - rotheFlecken; starkeBöthe der äus-sern und In-nern Haut desDarmcanals. MitBlut überfüllteBlutgefässe. Diezottige Haut istvon der unter-liegenden leichttrennbar. Zuwei-len fehlt jedeSpur von Ent-zündung.
Gleich nach demTode auf dieMembranen ap-plicirt, bewirkt.er Rothe undEc-chymose; ?./(.Slun-den naeh demTode nur Ee-cbymose, dochmit genauer De-marealionslinie.
Auffindungswcise.
Die wässerige Losung des arsenigtsaurenKali verändert Lackmuspapier nicht; die wäs-serige Lösung des weissen glasartigen Arse-nik-Oxyds rothet dasselbe 5 die des trübenfärbt zuweilen, nicht immer das rothe Laek-muspapier wieder blau. Mit Kalchwasscr gibtsie einen weifsen Niederschlag; mit hydro-thionsaurem Gas einen reichliehen citronen-(nicht orange-]) gelben, der in eaustischemAmmonium leicht löslich ist. (Diese letztereEigenschaft unterscheidet den Scbwefelarse-nik vom Schwefelcadmium.)
Mit nmmoniumhaltigem salpetersanrem Sil-ber bildet sie einen häutigen lichtgelben, so-wohl in überflüfsigem Ammonium, als Essig-säure auflöslichen Niederschlag, mit ammo-niumhaltigem schwefelsaurem Kupfer einengelblich-grünen —; mit den auflöslichenScbwefelalcalien ohne Zusatz von Säuren kei-nen, mit einem solchen Zusatz einen gelbenNiederschlag von Schwefelarsenik —; mitschwefelsaurem Eisenoxyde, das man vorhermit einigen Tropfen caustischen Ammoniumsgesättigt hat, einen reichlichen dunkeloran-gefarbenen, in Essigsäure unauflöslichen —;mit schwefelsaurem Eisenoxydul, nach Hinzu-fügung einiger Tropfen caustischen Ammo-niums, einen häufigen, strohgelben, in Essig-saure unauflöslichen Niederschlag.
Jodincstärke-Lösung, mit arsenigtsauremKali gemischt, verliert allmählich fast gänz-lich die schone blaue Färbung, welche sichindessen bei Vermischung mit gleichen Ge-wichtstheilen Schwefelsäure wiederherstellt—;rothe Chamäleonlc.sung wird gelb gefärbtdurch die Hinzufügung von arsenigter Säure.
Zur Entdeckung des Arseniks in den Ge-weben der Eingeweide, oder in festen Ge-mischen, oder in Vermischung mit jedem