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Johann Just Ebelings Past. zu St. Paul in Hildesheim Sünden Der Menschen, Die unter Dem Schein des Gottesdienstes begangen werden : In Ansehen Derer Tugenden und Pflichten die unmittelbahr auf Gott gehen
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Von falschen Glaubensbekennern und Märtyrern. 44-

ket, als wenn die Christen ein Haussen wäre, wel-che verrückte Sinnen hatten, und ihren Verstandverlohren. Ein ander Urtheil aber muß man vondenen sprechen, welche durch den Trieb der Gnadeangeflammet, daß sie freywillig sich als Christenbekannt, wenn sie gesehen, daß ihr Blut ein Saa-me seyn würde, daraus in den Herzen der Un-gläubigen die Ueberzeugung von der Wahrheit derChristlichen Religion erwachsen könre. Billig ha-ben auch hiebey diejenigen eine Ausnahme, die auseinen reinem Glaubenstrieb sich dargestellet, damitdie Heyden erkennen lerneten , daß die Grausam-keit kein Mittel wäre, den Glaubet! an Christumauszurotten. Hingegen diejenigen, die aus einemblosien Triebe der Natur ihr Leben zu verliehrengewünschet, auf daß sie die Ehre der Märtyrer er-langten, die haben schwerlich gesündiget, da sieden Schein eines großen Glaubetts blicken laßen.

§. 7 .

Die Natur kan noch auf eine andre Art Märty-rer machen. Dieses geschieht, wenn man sein Le-ben mit aufopfert, nicht aus Liebe zu GOtt, son-dern aus Liebe zu seinen Eltern und gelieb-ten Anverwandten. So viel vermag die stolzeNatur und die weichherzige Liebe, daß man denTod nicht scheuet, und ein langers Leben vor einePlage hält, wenn das geliebte Theil von unsererSeite gerissen. Daher haben viele Heyden denTod nicht gescheuet, damit sie mit ihren Geliebtenmöchten unzertrennet auch im Tode vereiniget blei-ben. Es kan daher auch wohl möglich seyn, daß

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