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Johann Just Ebelings Past. zu St. Paul in Hildesheim Sünden Der Menschen, Die unter Dem Schein des Gottesdienstes begangen werden : In Ansehen Derer Tugenden und Pflichten die unmittelbahr auf Gott gehen
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342
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Z4r Das vierzehnte Capitel

lein, wenn sie scharfsichtig nach der Vernunft ge-prüfte und beleuchtet werden. Man kan denFeinden der Warheit nicht allemahl den Witz ab-sprechen. Sie sind oft listige Köpft und bringendie heiligen Betrügereyen an den Tag. Da fan-gen sie an alles bey dem Pöbel verdächtig zu ma-chen. Das ist gemeiniglich die unglückliche Folge,wenn man die Ehre GOttes durch unrichtigeMittel befördern wil. Die Geschichte aller Zeitensind voll von Beweisthümern, die es mit dem Aus-gange bestätiget haben, daß dadurch der Ausbrei-tung des göttlichen Namens mehr gehindert alsgenutzet worden. Und der Höchste wird zu denen,die auf diese Weife seine Ehre suchen, wie zu demPropheten sagen, die in seinem Namen geweissaget:Ich habe euch noch nie erkant, weichet von mir ihrUebelthäter. Matth. VII. 22.2z.

§. io.

Es ist sehr nöthig, wenn man diese scheinendenSünden bey den Reden von GOtt und göttlichenDingen vermeiden wil, folgende Regeln zu bemer-ken. Erstlich : Bedenke, daß der Name GOtteseine heilige Benennung sey, die man nie ohne innreEhrfurcht des Hebens aussprechen muß. Es istdaher eine wahre Ehrerbietung vor den HErrn insHerz zu pflanzen. Man muß wachsam seyn überseine Zunge, daß sie denselben nicht unnützlich führe.Zweyrens: Rede von GOtt und göttlichenDingen auf eine dem höchsten Wesen geziemendeWeise, und vereitle deine Rede nicht durch ein Ge-spräche, dabey man das Salz der christlichen Klug-heit nicht bemerket. Drittens: Habe einen