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Johann Just Ebelings Past. zu St. Paul in Hildesheim Sünden Der Menschen, Die unter Dem Schein des Gottesdienstes begangen werden : In Ansehen Derer Tugenden und Pflichten die unmittelbahr auf Gott gehen
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Von dem sündlichen Vertrauen ausGOtt. ior

dir geben? was wiler dir geben ? wann wil eresdir geben ? GOtt wil dir die Gesundheit wiedergeben, wenn du nutzbare Arzeneymittel gebrauchest,da deine Natur nicht Kräfte genug hat, dasUebel von selbst zu überwinden. Er wird dichdadurch wieder helffeil , wenn es zu seiner Ehreund deinem Nutzen gereichet. Die Hülfsstundedes HErrn kanst du nicht allemahl wissen : Er-warte also die Zeit in Gedult, bis dieselbe dir brin-get, was er in seinem Rath, als dein Bestes, aus-ersehen. Es sind andre Einfältige, welche sich ein-bilden, sie hatten es recht wohl gemacht, wenn siesich bey den Leibes Zufällen bloß allein auf diegöttliche Hülfe verließen. Sie denken, wenn ichleben sol, so wird mich GOtt wol wieder gesundmachen. Diese meinen, sic hätten einen rechtenHeldenglauben auf die Hülfe des HErrn gese-tzt!, und bedenken nicht, daß sie in einem heimlichenUnglauben stecken. Ihre wahre Meinung ist: Eswäre alles nothwendig, was' GOtt beschlossen, daßwäre ohne Bedingung bestimmet und also nicht zuandern. Dergleichen Fatalisten giebet es viel un-ter dem gemeinen Haussen, welche diejenigen, diebey ihrer Krankheit alsobald zum Arzte lausten, vorbange Thoren ansehen, welche die lebendige Quelleverließen, und das Wort des HErrn, welches allesheilet. Sie beruffen sich wol gar auf die heiligeSchrift, welche sie nach ihrer Meinung unrichtigerklären. David sagt Pf. m. 9. Bey demHErrn findet man Hülffe, und schließen daherallen Gebrauch derer Mittel aus, welche er in die

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