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Johann Just Ebelings Past. zu St. Paul in Hildesheim Sünden Der Menschen, Die unter Dem Schein des Gottesdienstes begangen werden : In Ansehen Derer Tugenden und Pflichten die unmittelbahr auf Gott gehen
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Das dritte Capitel

gen. Diese drey Eigenschaften fehlen oft Key de-nen, welche doch Liebhaber GOttes heissen wollen:Und darum muß ihre unechte Liebe, die sie demHöchsten barbieren, mehr misfallig, als angenehmseyn. Es kan ihm nichts gefallen , als was auseinem lautern Herzen hervor fließet.

§. 2.

s) Daher hat der selige Lutherus gesagt: )ulku8 in omnibono opere peccat r Der Gerechte sündiget bey ei-nem jeden guten Werke. Dieser Ausspruch hat seineRichtigkeit, wenn man bedenket, daß die gesetzlicheGüte durch die Erbsünde sehr vermindert wird.Zclieprers Li euiui ium sMiem. extenlum, p. 698.

Es ist wahr; so wie die Helleste Sonne nie oh-ne Flecken; so ist die eifrigste Liebe der Menschennie ohne Mangel, weil das natürliche Verderbenauch noch den Allerheiligsten in dieser Welt ankle-bet. Alle unsre Gottesdienstlichen Handlungenwerden nimmer die Probe halten , wenn sie nachder Strenge des Gesetzes, als nach einem Probier-stein untersuchet werden. Auch die Allerheilig-ften werden bey ihren Tugenden und Handlungen,nock Flecken finden, welche die noch in ihnen regen-de Erbschuld verursachet, a) Eine Liebe, die auseinenr gläubigen Herzen entspringet, ist doch vorGOtk angenehm wegen der Zueignung des voll-gültigen Verdienstes unsers Erlösers, als seineseingebohrnen Sohns, welcher seinen himmlischenVater auf das vollkomneste, die Liebe, durch denwilligen Gehorsam bis zum Tode bewiesen. Mitdieser höchsten Vollkommenheit können wir unsre

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