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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Zeisberg'sunmenschlichen Katzenjammer" am Schlachttage-, er hatte die Nacht znvorcinen der größten Räusche seines Lebens, er lag an einem Baum und schlief, dcrBanns coiumandirte allein". Pimodan's Verletzungen waren nicht lebensgefährlich;Loch hatte er sechs Wochen mit der Heilung zu thnn die er unter dem gastlichen Dachedes Grafen Schönborn fand. Nicht er selbst erzählt cs, aber von Andern erfahrenwir daß er, nm seine Mutter nicht durch fremde Schriftzügc erschrecken z» lassen, inden ersten Stunden seines Krankenlagers mit der größten Anstrengung noch eigenhän-dig drei Zeilen an sic schrieb. . Pimodan erzählt von einem feindlichen Oberlicu-tenant TiSza mit Namen, den er fürchterlich znsammengehancn ans dem Schlachtfcldetraf!Er lag auf dem Rücken, seine vom Schmerz krampfhaft znsammengeballtenHände rißcn das von seinem Blute durchnäßte Gras ans der Erde, dann bohrte ermit den Nägeln in de» Boden und blieb unbeweglich liegen; man hätte ihn für todthalten können, hätte er sich nicht von Zeit zu Zeit anfgerichtet nm Blut ansznhnstcn"

Pimodan, der am 12. Februar 1849 geheilt wieder cinrückte, traf auch jenen Tisza

znsammengeflickt in Pest wieder.

308) S. 3K5. Ans dem Tagebuch einer ungarischen Dame II S. 174176.

30S) S. 366. Archiv III S. S04506, SIS, 519525, 538, 541 f. Siehe

ebenda S. 500 dieOde an die schwarzgclbc Armee" von Gustav Zerffi (15. De-cember):

Geprügelt stets hienicdcn, vom Korporal im Friede»,

vom Feind im Kampfesfeld was soll in Ungarn ans dir werden? . . .

Den letzte» Schlag zu thnn seid ihr erpicht?

Die ihr jetzt kriegt, es sind die ersten nicht,

und hoffentlich auch nicht die letzten Schläge!" . . .

Bezeichnend ist daß derselbe Zerffi in einem am 18. Deeember imUngar" er-schienenen Artikel:Bescheidene Fragen" den Drang der Umstände benützen wollte einbesonderes Standes-Jntereffe znm Anstrag zn bringen. Nachdem er eine Menge Dingeaufgezählt die noch ihrer Erledigung harren kommt er zur Hauptsache:Warum sinddie Juden noch nicht emancipirt? . . . 14700000 Christen reiten auf 300000 Juden,eine sehr unbequeme Cavaleade! Wie lang soll die Schmach der Rohheit, der Inhu-manität, der Tyrannei noch auf dem Magyaren hasten?!"

310) S. 367. Archiv III S. S06508, 512516: Wer sein Pferd verliere demwerde das Land den Schaden ersetzen, von dem Moment wo sich die Landesverthei-diger auf den Sammelplätzen einfinden ihnen Löhnung und Pferdefntter liefern; Corps-Anführer sollten nach der Zahl ihrer Mannschaft Gage erhalten, für 200 Mann alsHauptmann, für 400 als Major; die Beute die sie machen würden gehöre ihnen, fürjcden gefangenen Feind erhalten sie 5 st., für jedes erbeutete Gewehr 10 bis 12 fl.

. . . Mit der Bildung solcher mobiler Corps in den einzelnen Comitaten waren dieOber- oder Viee-Gespäne und die Rcgiernngs-Commissare betraut, in der Verordnungvom 18. Deeember (a. a. O. S. 513 f.) namentlich angeführt: die Ober-Gespäne Engenvon Szentivanyi für Liptan, Graf Leopold Nädasdy für Komorn, Graf Gedcon Na-dah für Ncograd, der erste Vice-Gespau Graf Joseph Andrassy für Gran, die Rcgie-rnngs-Commiffarc Johann Balogh für Trencin, Ludwig Bcniczkh für Hont, Szintahfür Beregh, Alerander Lnkacs für Raab w. . . . Um hinreichend Waffen zn erhaltenerging am 19. Deeember vom L. B. A. die Aufforderung an alle Besitzer von Jagd-gewehren entweder in das Jäger-Corps zn treten oder ihre Flinten gegen amtliche Em-pfangsbestätigung an die N. G. Kommandanten abzuliefern (III Nr. 1301 S. 539).