chcrische Rotte die ihrer verdienten Strafe nicht entgehen werden, für Ench die Ihr be-freit werden sollt von dem schweren. Joch in das Ench die magyarische Waffe gespannthatte .... Oder wollt Ihr Ench etwa zn jenen Euren Abtrünnlingcn schlagen, dieEuch dem Kossnth verkauften und das ganze slovakischc Volk schmählich verriethen? WolltIhr etwa Eure Hände besudeln, Eure Gewissen beschweren mit dem »nschnldigeu BluteLamberg's und Latours? Wollt Ihr etwa mitschuldig sei» an dem Hochverratbe gegenEuren gütigen Kaiser und König, der Euch stets wie ein Vater seine Kinder im Her-zen trug? Wollt Ihr Euch etwa lieber zn Dienern des Kossuthischen Wahnwitzes(K'oss»tl»>vrK;cb /.trostimcnv) hergcben als ein freies Volk in der großen freien Ge-meinde der österreichischen Monarchie sein? Wollt Ihr etwa das regierende Hans derglorreichen habsburgischen Dynastie verlassen und den erbärmlichen Kossnth auf denThron heben? . . . Stein, Eure erste und vornehmste Pflicht ist es nnnmebr Ench all-sogleich von der aufrührerischen Rotte Koffuthischcr Mietbliuge loszninache»; Ihr habtsie nicht mehr zn fürchten, Ihr habt nicht mehr ihren Befehlen zn gehorchen. Ihr habtmit ihnen keine Gemeinschaft mehr zn pflegen. Ihr habt Ench vielmehr mit allenEuren Kräften an »ns zn halten und für Eure Freiheit, für Euer Heil zn kämpfen . . .Seine Majestät, nnser eonstitntioneller Kaiser und König, hat allen seinen Völkerngleiches Recht verliehen, wir sind gekommen sein kaiserliches Wort in Erfüllung znbringen. Von nun an darf niemand mehr Eure Sprache und Nationalität unterdrücken;Ihr habt von jetzt an das Recht in Eurer slovakischen Muttersprache Rath zu Pflegennnd Tage zn halten, Klagen eiuznbringen, zn schreiben, zn lehren und zn lernen, beiallen Acmtern zn sprechen, nnd werdet nicht mehr genöthigt sein für Euer theneresGeld magyarische Notare z» besolden, Ench alles erst übersetzen nnd verdolmetschen znlassen. . . . Unser Losungswort ist: Freiheit des slovakischen Volkes, Trene zn unseremgemeinschaftlichen Kaiser nnd König, Einheit Macht nnd Ruhm der freien nnd großenösterreichischen Monarchie, Sturz nnd Vernichtung der tyrannischen und herrschsüchtigcnniagyarisch-Kossnthischen Rotte! Mit diesem Wahlsprnch treten wir unter Euch,Slovaken. Dafür werden unsere Kugeln fliegen, dafür werden die Schwerter in unserenHänden blitzen, für alles das werden wir lieber nnser Leben opfern als daß wir davonauch nur ein Strichelchcn (jsn jecluv pismö) abließcn". Der Aufruf, der sich im Ur-terte in gleichzeitigen cccho-slavischcn Blättern findet, ohne Zweifel ans Hnrban's schwung-voller Feder, trägt das Datum des 6. Dccember und die Unterschriften: Frischeisen undLevartovski, Blondek nnd Zach, Stär Hnrban nnd Borik.
267) S. 317. Vgl. den ausführlichen Bericht Hnrban's: „Z taborn Frischeiscnowa,na ffancech Jablnnskowskych 12. Pros. 1848" in den Mor. Nov. c. 3!» mit Const. Bl.a. B. Nr. 146 zweite Beil.: „Von der ungarisch-schlesischen Gränzc". Die Kaiserlichenzählten 1 schwer nnd 4 leicht Verwundete, nach ungarischen Berichten Archiv III. S.l>»9, 836 s. 549, freilich bedeutend mehr: 11 Reiter nnd 97 Infanteristen todt, nndungezählte Verwundete! Seinen eigenen Verlust gab Beniczky mit 7 Todten nnd 19Verwundeten an; von einem Major Gedeon der im Treffen gefallen, so wie von derSchloßsran von Bndatin die, weil sie ans die anrückenden Kaiserlichen geschossen, vondiesen bei der Erstürmung niedergemacht worden sein soll, weiß Beniczky nichts. Ueber-haupt schneiden die Original-Correspondcnzen ans dem Lager des slovakischen Frei-korps in Mor. Nov., Närodui Nov., Oestcrr. Corrcsp. ic. kaum weniger ans als ansder andern Seite die magyarischen Blätter z. B. „Kossnth Hirlapja" wo sich ein ge-wisser Ant. Hndoba über den Zug Frischeiscn's mit den Worten ansläßt: „Von derschlesischen Gränze znrückgckehrt kann ich als gewiß schreiben daß die österreichische Dy-nastie in den letzten Zügen liegt . . . Jetzt ernennt sic anch schon flüchtige Pfaffen zn