Druckschrift 
4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
Entstehung
Seite
117
Einzelbild herunterladen
 

117

dieselbe Weisung erhielten die an der Grunze im Patronillen-Dicnst thätigcn königlichenTruppen. Montnrs-Licfernngen fanden zu einem großen Thcilc ans Mähren statt undwurden vorzüglich, selbst nach dem Einmarsch der Kaiserlichen, durch Inden be-trieben; am IN. Decembcr sandte Fürst Windischgrätz eine dahin gehende Anzeige nachOlmnz. Den mährischen Inden kam bei ihrem Schmuggel das israelitische Element inUngarn zu statten, das von allem Anfang der Revolution gute Dienste leistete und auchini Heere stark vertreten war. S. Chownitz Die wahre Lage Ungarns S. 13; diesemSchriftsteller zufolge waren im Frühjahr 1819 ein General, Danncberg (?), über 100Officicrc und bei 10000 Mann mosaischen Glaubens im Heere.

231) S. 285. Klapka Nativnalkrieg I. S. 68 f. vgl. mit Görgei I. S. 3 s.

235) S. 286. lieber diese verschiedenen Frcischaaren s. Szenen nnd Bilder ausdem »ng. Rev.-Kriege S. 20—24 (Deutsche Legion), 144—150 (Lopreszti's beritteneFrcischaar; einer der wackersten, heißt cs, war Baron Karl Kcmpclen, der „Vcdctten-Baron"), 151—167 („Die Freiwilligen der Bnda-Pestcr N. G. im Felde" vgl. miteinem Aufsätze im Feuilleton des Oestcrr. Lloyd von 1850: „Aufzeichnungen ans derjüngsten ungarischen Vergangenheit; XIII. Die Leibgarde Koffnth's") nnd 167—175(Die polnische Legion. Der Ober-Notar Emerich Zsaruay wird als derjenige genannt,der die erste in Pest gebildete Schaar ihren ans Galizien herbeieilcndcn Brüdern cnt-gegcngcführt habe). PrestleriUs Aufruf an die Ungarn in Janotyckh's ArchivII. S. 306.

236) S. 286. Für dienstuntauglich gewordene Krieger, hieß cs in einem vonKossnth Unterzeichneten Aufrufe des L. V. A. vom 19. November, solle in Bnda-Pcstei» Institut begründet werden, „wo diejenigen, für die man nicht durch ein bürgerlichesAmt oder durch eine Dicnstvcrlcihnng sorgen kann, nicht ein kümmerliches Leben wiebisher sondern eine von allen Nahrnngssorgcn befreite Eristenz fübren sollen"; istder Kampf einmal beendet „nnd die Zahl jener Helden bekannt, welche die heiligePflicht der Versorgung beanspruchen können, wird die Garantie ihrer Zukunft znmTbcil mittelst Grnndstückschenknngcn bewerkstelligt werden"; Janotyckh Archiv III.Nr. 1043 S. 315 s.

237) S. 287. Ein Aufruf „An die deutschen Brüder in Ungarn", in schwülstig-witzelndcm Tone gehalten, erschien als Flugblatt in Pest; Archiv III. S. 407—409.

238) S. 287. Bem's Memorandum vom 21. November, Archiv II'. S. 319—325 und dagegen Joseph Dobrzanski's Erwiederung vom 24., ebenda S. 345-- 347. Bezeichnend bei diesem Streit zwischen den beiden Richtungen der polnischenEinigration, der sich damals mit ärgerlichem Aufsehen in Pest abspielte nnd zu deinbekannten Attentat gegen Bem führte, war daß eine Partei die andere durch den Vor-wurf „panslavistischcr Tendenzen", dieses Schreckgespenstes des Magyarismns, anzn-schwärzen suchte; Bem warf der demokratischen Partei vor „mit den Erchen gemein-schaftliche Sache zu machen", nnd Kolodziejski beschuldigte den General daß er „diePolen zn einem schmutzigen Bündnisse mit den Böhmen anfrcizc". — Gegen EndeNovember wurde in Sandec ein gewisser Krobicki cingebracht der zn Gunsten der Ma-gyaren Freiwillige geworben nnd nach Ungarn gesandt hatte.

239) S. 287. In Siebenbürgen kam ein zweites polnisches Frei-Corps zustandean dessen Spitze Piotrowski stand. Ein drittes z» bilden miSglücktc dem ehemaligenk. k. Lieutenant Fürst Joseph Woroniccki, der in Szegcdin von den Kaiserlichen anfge-griffen wurde. „Ich besuchte diesen halb geisteskranken Polen in seinem Arrest", heißtes im K8. Heller, „fand ihn überaus niedergeschlagen nnd entdeckte auch nicht einAtom jenes Holzes ans welchem man die Häuptlinge schnitzt". — Es gab auch pol-