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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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sääüichctt des zweiten Anfentbaltcü Görgci's in Prag S, 17ü die ärgsten Blößen gibt.Reich »nt! von verläßlichen Leiten zugckomuienc» Nachrichten bat sich das Wiener Ver-hältnis ans inner» Gründen gelöst »nd das Prager ans inner» Gründen entwickelt,wie schon der Umstand, daß Görgci zuletzt einem Mädchen in abhängiger Stellung, ohneVermögen, nicht blendend in ihrer Erscheinung, seine dauernde Neigung znwandtc, dafürsprechen dürste daß, um die Worte einer unserer Korrespondenzen zn gebrauchen, „beiibitt Achtung die Grundlage einer Berbindnng sein mußte", Martini's Bilder ansdein Honvedlcbe» (Prag 18V0 Kober ä Markgraf) sind zwar im Ganzen „Dichtungund Wahrheit", meist crstcrcü mehr als letzteres; allein im allgemeinen zeigt sich derPersasier gut unterrichtet, und so hat er auch S, 240 f, daö wahre getroffen wenn esihm nicht geradezu, wie er nns glauben machen will, von Frau von Görgci mitgcthciltwurde , . , Was die Geschichte ans Wels betrifft, so dürste eine Verwechslung mitGörgci's Freund Jvänka zu Grunde liegen, der dort einem hübschen Mädchen NamensMolly den Hof gemacht hatte,

215) S, 2VS. Görgci selbst erzählt den Hergang allerdings anders, allein wie»ns däucht mit einer nicht sehr gewissenhaften Phrase, „Der officielle Ausruf des er-sten unabhängigen ungarischen Ministeriums: das Vaterland ist in Gefahr", so be-ginnt er die Selbstschildcrnng seiner kriegerischen Laufbahn, „trieb mich ans der länd-lichen Ruhe, in welcher ich den Frühling des Jahres 1848 verlebt hatte, in die Reihe»der ersten Honvcd-BataillonS", Nach Szemcre S, 8 f, hätte Görgci's Frau „beiden armen, jedoch adclsstolzen Familien" seiner Heimat keine wohlwollende Ausnahmegefunden; er habe sich unter Verwandten befunden, jedoch mehr in einer Gnadcnstcllc,er habe die Selbständigkeit und Unabhängigkeit nicht gefnnden nach der sein stolzerSinn rang, und dies habe ihn aus der Zips vertrieben,

215 >> ) S, 2U6, Görgci machte in der Fabrik Bestellung von mehreren Milli-onen Stück Kapseln die nach einem besondcru Piston angefertigt werden sollten, Gör-gci war von einem Menschen begleitet der sich als Diener stellte, sich bei den Fabriks-Arbeitern viel zu schaffen machte und alles in'S einzelnste zeigen ließ wobei mancherungarische Dneaten als Geschenk oder vielmehr als Daraugabc abstcl; den» in denWochen darnach kündigten Arbeiter aller Kategorien ihrem Direktor ans um nach Un-gar» zn gehen, wozu sie bereits das Reisegeld erhalten hätten. Die Prager Polizeientdeckte nachträglich in dem angeblichen Diener einen polnischen Agitator Namens Ja-nisch, nnd da bald daraus der Einmarsch Jelacic' in Ungarn den Besuch Görgci's inanderem Lichte erscheinen ließ, eontremaudirte Bellot die bereits »ach Wien gelieferteWaare und stellte sic dem k. k. Kriegs-Ministerium znr Verfügung, wie selbe in derThat vom Cvmmandanten des Wiener Artillcrie-Fcldzcngamtes Obrist Franz Jakobvon Hcrminenthal übernommen wurde. Die kündigenden Arbeiter wurden einzeln beider Prager Stadthanptmannschast vorgesordcrt, nnd die Mehrzahl gab ihren Vorsatznach Ungarn zu ziehen ans. , . Als im Sommer 1840 Frau von Görgci den Be-such einer ihrer Prager Bekannten empfing, erkundigte sich der General bei dieser nachBellot nnd setzte hinzu: „Wenn ich nach Prag komme soll er der erste sein den ichbaumeln laste", Bellot hielt sich, als ihm dies hinterbracht wurde, znr Flucht nachParis bereit wenn die Ungarn in die Nähe kominen sollten. Das geschah bekanntlichnicht; dagegen erhielt Bellot nach Niederwerfung des ungarischen Aufstandes Bestel-lung von Kapseln »ach demselben Piston den mehr als ein Jahr früher Görgci ange-geben hatte: es waren von Schlik erbeutete Gewehre Lütticher Fabrikanten für dieman die Waare branchtc, Mittheilnng des Herrn L, G, R, Wcnzl Mach.