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Mit Herrn v, älajlniü habe ich euif sein Begehren noch eine zweite Besprechung ge-habt, bei der er sich entschuldigte, an der Deputation bethciligt zu sein- Ich konnte nichtnmhin z» erklären, daß ich seine »nd der übrigen Herren Annah,ne der Mission nichtbilligen könne, cs wäre den», sic hätten cs übernommen, eine unbedingte Unterwerfunganzutrage», Herr p, »ajbuü hat übrigens bei dieser Gelegenheit selbst den Wunsch ge-äußert, daß ich die Deputation znrückbchaltcn möge.
Genehmigen >c.
10) Schwarzenberg an WindischgräH.
Olmütz den 5, Jänner I8tg.
Durchlauchtig Hochgeborncr Fürst!
Rach den in diesem Augenblicke ans Euer Dnrchlancht Hauptquartier zu Biacingelanfencn telegraphischen Nachrichten zu schließen, sind Eure Durchlaucht heute be-reits Meister des Heerdes der Empörung geworden. Wenn der glückliche Erfolg derunter Hochdcro Befehlen operirendcn Armeen rwranöznsehcn war, so mußte doch dieRaschheit desselben selbst die Roscnfarbschcnden ans das freudigste überraschen.
Seit meiner letzten Mitthcilnng über die inneren und auswärtigen Verhältnisseder Monarchie ist eine wesentliche Rendcrnng nach keiner Richtung hin eingctreten,woht aber eine Besserung in, allgemeinen. Der tief gesunkene moralische Credit Oester-reichs steigt im Inn- und Anslande,
Ans allen Thcilen Enropa's erhalten wir Beweise des wicderkchrcnden Vertrauensin die Geschicke der Monarchie, in die bewunderungswürdige Armee nnd ihre Führer,in die Regierung, die wenigstens das Verdienst zn wollen nnd daher die Möglichkeitzu können hat.
Der Thronwechsel brachte allenthalben denselben Eindruck hervor. Mit Zuversichtund voll Hoffnung sahen die Gutgesinnten, die Besitzenden, überhaupt die Vertreterder wahren öffentlichen Meinung die oberste Gewalt in jugendliche »nd kräftige Händeübergehen.
Die europäische Tagespreise, nnd zwar keine mehr als die englische, daun die Be-richte unserer Missionen bringe» täglich Belege für den erfreulichen Aufschwung derallgemeinen Stimmung zn Gunsten der großen Veränderungen in Oesterreich,
Ans dem Gebiete der auswärtigen Politik hat das Cabinet, ich erlaube mir csohne Selbstlob zn sagen, eine würdige Stellung eingenommen. Man war artig inl'nrir-, großmüthig in 6»et!>, etwas grob in k-omlon.
Mit dem neuen Obcrhaupte Frankreichs wird das kaiserliche Cabinet in srcnnd-schaftliche Beziehungen treten d, h, ihm die Anerkennung nicht versagen. Wir habenkeinen Grund, mit dem kleinen Neffe» des großen Onkels zn schmollen, am allcrwc-nigitcn aus Rücksicht für die uns stets feindselige ältere oder jüngere Linie der Ikour-bon's. Die Beziehungen zn Frankreich uinßcn von dem rein thatsächlichcn Gesichts-punkte anfgesaßt nnd weder dem LcgitimitätS- noch dem ,Iu5w-mi>jo„-Prineip zn Liebeverschoben werden.