Das Thcsaurariat haben Sie anznweisen, den dienstlichen Verband mit MeinemFinanzministerium alsoglcich wieder anznknüpfen.
Die Veränderungen, welche der inneren Verwaltung in der sächsischen Nation be-vorstehen, werden Wir Ihnen demnächst besonders bekannt geben.
Rücksichtlich des Szcklerlandes versehen Wir Uns, daß Sic die Sendung UnseresFeldmarschall-Lientenants Gedeon dazu benützen und ibin, oder wen Sie sonst anseine Stelle absenden sollten, die nöthigen Vollmachten ertheilen werden, das Volk,welches durch Aufwiegler von der Bahn des Gesetzes znm Aufstande und znm Bürger-kriege verleitet worden ist, zur Ordnung »nd zum Gehorsam zurückznführen. Es istaber auch Unser Wille, daß bei dieser Gelegenheit durch die Entfernung und strengeBestrafung der daran Schnldtragenden, sie »lögen dem Waffeustandc oder dem Proviuziale augeböreu, durch Einsetzung tüchtiger Ober- nnd Uuterbeamten das Vertrauen desVolkes zur Negierung wieder geweckt, und eine geregelte Verwaltung auf Grundlageseiner Mnnicipalfreiheiten vorbereitet werde.
Auf diesem Wege hoffen Wir nämlich Unsere Szeklernation am sichersten zur Ge-setzlichkeit und nationalen Selbständigkeit zurückznführen »nd alle Hindernisse zu besei-tigen, welche bei diesem Volke der oft augestrebten Wiedergewinnung der nationalenEntwicklung und Gleichberechtigung unter sich bisher eutgcgenstand.
Daß Sie, Lieber Getreuer, bei der Einsetzung neuer Beamten in den von Wala-chen besetzten Kreisen die Wahl auf erprobte Personen, namentlich auch aus OffieiercUnserer Armee gerichtet haben, gereicht Uns zur Befriedigung, und auf Ihre ununter-brochene Einwirkung auf diese und alle übrigen Kreisvorsteher im Lande ist Unsere Er-wartung einer baldigen Rückkehr zum gesetzlichen Zustande nnd einer künftigen besserenVerwaltung vornehmlich gegründet.
Indem Wir Ihre besondere Aufmerksamkeit auf diesen Volksstamm, den zahlreichstenim Lande, lenken, der sich jetzt mit seinen Hoffnungen auf Verbesserung des früherenLoses und durch die Bande der Dankbarkeit an Unsere kaiserliche Regierung hingezoge»fühlt, ermächtigen Wir Sie schon jetzt, auch dieses Volk mit dem Gedanken vertrautzu machen, daß Wir im Einklänge mit den ausgesprochenen Grundsätzen Unserer Regie-rungS-Politik Uns geneigt finden werden, dasselbe gleich den übrigen Nationen an dieGesammt-Monarchie organisch anznschliefien-, dieses Ziel gedenken Wir zu erreichen durchFesthaltnug des Grundsatzes -der Gleichberechtigung der Völker nnd durch Gewährungder Bürgschaft für den Bestand und die freie Entwicklung der Nationalitäten.
Finde» Wir dafür bei den Siebcnbürger Walacheu die nöthigen Elemente hierzu,so werden Wir nicht austeheu, ihre Bitten, wenn sie im geeigneten Wege Uns vorge-bracht werden, in gnädigen Bedacht zu ziehe». Auch über diesen Punkt werden Sie,Lieber Getreuer, noch auf anderem Wege über Unsere landesväterlichen Absichten unter-richtet werden.
Schließlich befehlen Wir Ihnen, dem königl. Gubcrnium wie den übrigen Regie-rnngsorgancu den Inhalt des gegenwärtigen kaiserl. Rescriptcs, insoweit dieselben da-durch berührt werden, bekannt zn geben.
Von dem bisherigen Vorsteher der Laudcsstelle Grafen Miko haben Sic die inseinen Händen befindlichen Allerhöchsten Handschreiben vom Monate November d. I.abzuverlangen und Uns im Wege Unseres Ministers desAnnern vorzulegen-, gleichzeitigaber werden Sie im geeigneten Wege bekannt machen, daß sie von Uns wider-rufen sind.