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III. 25. Kinccniin — Damicmich — Schlik.
der weiter» Verfolgung ans. Auch brach Dunkelheit ein und es mußteHalt geboten werden. Ein glänzender Sieg war errungen, die Volks-Hymne ertönte nnd mit Sang und Klang zog in der fünften Nachmit-tagstnndc daö kleine Heer in die Stadt zurück, ihr Feldherr einen Fokas(kleine Hacke) in der Hand den er selbst von der Wahlstatt aufgelesen.Noch hatte der Kampf auf beiden Flügeln geschwankt als er, desAusgangs gewiß, zu einer kaiserlich gesinnten Dame, der in den letztenTagen die fürchterlichsten Drohbriefe zugckommen waren, einen Botenzusandtc: „Se. Exccllenz gedenke heute abends wie gewöhnlich seinen Thecbei der Gräfin zu nehmen". Einige Bewohner der Stadt die sich wäh-rend der Schlacht, von den zuversichtlichen Voraussagungen der ungari-schen Führer verleitet, mit dreifarbigen Abzeichen oder gar in Honvcd-'Kleidung ans den Straßen gezeigt hatten, wechselten eilig ihren Anzugund zogen sich verdutzt in ihre Winkel zurück.
Die Erfolge des Tages waren groß: mehr als 300 Feinde getödtctoder verwundet, 600, nach andern Angaben 750 Mann, darunter 20Ossiciere, gefangen; an 50 Pferde, 10 Kanonen und 6 kleine metalleneMörser, 8 MnnitionS-Karrcn, eine Fahne, bei l200 Gewehre n. dgl.erbeutet; dazu eine Kiste mit Schriften Mcszciros' die Parma der polni-schen Legion abgejagt hatten. Aus den erbeuteten Kanonen wurde eineneue Batterie gebildet, von den Soldaten die „Schlik-Batteric" genannt;die Gewehre nnd Säbel der Insurgenten, wovon die Dorfbewohner inden nächsten Tagen eine große Menge in die Stadt brachten, wurdenzur Ausrüstung des Szirmay'schen Frei-Corps verwendet. Die Palmedes Tages gebührte dem Major Gablenz der durch seine entschlossenenManoenvreö gegen den Pcrczcl'schcn Flügel die erste Unordnung in dieReihen des Feindes gebracht hatte: ihm ward dafür das Thercsicnkrcuzzum Lohn. Das gcsammte Dfficicr-Corps aber versammelte sich zweiTage später bei General Fiedler um für ihren allvcrchrten Feldherr» einTapfcrkeitszcugnis ansznfcrtigcn, und der Marschall, als er von demglänzenden Tage erfuhr, ehrte ihn dadurch daß er das Kriegsbot „Mc-szäros", daö bei der Besetzung der Hauptstädte in seine Hände gefallenwar, mit dem Namen „Schlik" bezeichncte
Mcszciros führte seine geschlagenen Truppen nach Miskölez und vonda weiter nach Tokaj an die Theiß. Ein Thcil des Fußvolks verlief sichin die Gebirge, viele kehrten in ihre Heimat zurück. Der ans demDargo-Paß verdrängte Haufe lief von Gäl-Szccs fast ganz auseinander,