Sünniiic — Nilgcnt — Hammerstein.
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hatte Schlik von Dukla nach Ober-Ungarn vorzudringen, Kaschnu alsden wichtigsten Punkt in jenem Gebiete in seine Gewalt zu bekommen,sodann sich den Weg über Losoncz gegen Waitzen oder, falls der Marschüber die verschneiten Gebirge nicht räthlich wäre, über Miskolcz gegenPest zu bahnen und in dein einen wie andern Falle die Verbindung mitder inzwischen am rechten Ufer der Donau heranziehenden Haupt-Armeehcrzustcllen. AnS Siebenbürgen und vom Banat ans war ein angriffS-weiscS Vorgehen nicht zu erwarten; Puchner und 6uplikac hatten genugzu thnn sich im eigenen Lande ihrer Haut zu wehren. Dagegen bekamsüdwärts der Haupt-Armee FZM. Nngent die Aufgabe die steirische undkroatische Gränze freiznmachen, die Mnr-Insel zu besetzen und von daam rechten oder linken Ufer des Plattcn-Sees gleichfalls die Richtungnach dem Herzen des Landes einznschlagen. Der alte Haudegen, am 3.November 1777 geboren, legte einen Werth darauf ein selbständigesCommando zu führen und der Fcldmarschall gönnte cs ihm gern. Erwar allerdings eine Art ConfnsionS-Nath der heute Befehle ertheilte vondenen er morgen nichts mehr wußte, und Ghulai in Triest wurde nichtmüde bei Hofe und beim Ministerium über ihn bittere Klage zu führen:„er müße seinen unmittelbaren Chef als ein wahres Hindernis für zweck-mäßige Vorkehrungen im Küstenlande betrachten, derselbe widerrufe uner-wartet Maßregeln die er selbst früher angeordnet oder gutgeheißen".Allein Windischgrätz hielt ihn; er kannte Nugent's Schwächen wohl,wußte aber auch dessen treffliche Eigenschaften zu schützen, dessen uner-müdlichen Eifer und bewegliche Vielseitigkeit die stets neue Hilfsquellenzu schaffen wußte, was ihn gerade für die Kriegsführung in jenen Lan-dcstheilen eignete ,
Der erste Vorstoß erfolgte von der galizischen Seite. Schon in derersten Hälfte November hatte sich Baron Hammerstcin dem Feldmar-schall angcbotcn ein Corps von 14 bis 16000 Mann marschfertig zumachen und im Einklang mit den Bewegungen der Haupt-Armee in eige-ner Person über Bartfeld EperieS Kaschau nach Ungarn zu führen. FürstWindischgrätz hatte aber, nach kaum besiegtem Aufstande in Lemberg undbei den fortwährenden Wühlereien im Lande, Bedenken getragen den be-währten Kenner galizischcr Zustände und Stimmungen von dessen Postenzu entfernen, und den FML. Legeditsch bestimmt st,'s Feld zu rücken. Nun
Geschichte Oesterreichs. Bd. IV. 20