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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Das „große" Hanpt-Qnartier.

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die übel angebrachte Kargheit des Finanz-Ministers dem Feldherrn einenbösen Streich, als jener in der zweiten Hälfte Dccembcr dem Armcc-General-Commando bedeutete: daß der „Lager-Service" an Holz undStroh so wie überhaupt aller übrige Vcrpflcgsbcdarf der Truppen im„feindlichen" Lande nicht ans den Mitteln und auf Kosten des Aerarssondern nach einer geregelten Ausschreibung vom Lande beiznstcllen sei;FML. Gruebcr werde daher angewiesen, „Holz und Stroh unbedingtvon den nächst anwohnenden Ortschaften ohne Entgelt beistellen zu lassen,aber auch alle übrigen Verpflegsbcdürfnisse möglichst unentgcldlich oder,wo dies nicht thunlich, gegen Bescheinigung und seinerzcitige Richtigkeits-pflcgung zu decken". Daß eine solche Maßregel ans die Stimmung einesLandes, das der Feldmarschall nicht als Feindesland betrachtet wissenwollte und dessen Bevölkerung zu beruhigen und zu gewinnen er alsseine nächste Aufgabe betrachtete, von dein nachtheiligsten Einflüße seinmußte bedarf keines Beweises; cö äußerte aber dieselbe, wie sich späterzeigen sollte, auch ans den Gang der Operationen ihre schlimme Wir-kung.

Im Schönbrunner Schloße ging es bunt durcheinander. Hof GängeGemächer wimmelten von wartenden und anfwartenden, von ab und zn-gehenden, von entkommenden und forteilendeu Officieren aller Grade undWaffengattungen. In allen Flügeln und Stockwerken hatten sich Func-tionaire des Haupt-QnartierS mit ihren Beiständen und Kanzleien fürdie Eile eingerichtet, und arbeiteten bis in die späte Nacht hinein um denAnforderungen eines in harter Jahreszeit zu beginnenden Feldzuges nachallen Seiten zu genügen. Von dem geschäftigen Leben, das hier überallherrschte und den zu einem Theilc ständigen, zum andern fortwährendwechselnden Mittelpunkt des bis auf die entferntesten Kriegsschauplätzeeingreifenden Getriebes bildete, legte selbst die Tafel des FeldmarschnllsZeugnis ab, zu der außer den Persönlichkeiten des Haupt-Quartiers allesgezogen wurde was von den verschiedenen Armee-Corps, von nahen undfernen Truppenkörpcrn tagsüber eiutraf um Meldungen zu machen, Be-fehle entgcgcnznnehmen u. dgl. Die Tafel war nie unter sechzig Gedeckenfür welche die kaiserliche Küche und Keller alles nöthige lieferten.

Das Haupt-Qnartier des Feldherrn hatte zum großen Theilc neugebildet werden müßcn. An der Spitze des Gcucral-Ouarticrmeister-Stabcs