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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Slavoplwtnc.

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schäftsspraehc mit der Ecntral-Vcrwaltnng der Monarchie muß die deutschesein. Noch könnte zur Beruhigung verfügt werden daß die Landcsstcllendie Geschäfte in der Sprache erledigen in welcher selbe an sie gelangen,so wie daß die Ncichsgcsctze in allen Sprachen erscheinen"

Die Bedenken gegen eine Zerlegung des Landes in gewisse nachVolksstämmen abgegränzte Bezirke waren gewiß nicht ohne Grund, cigen-thiimlich war nur daß cS gerade die Slavcn sein mußten vor denenman sich nicht genug glaubte hüten und verwahren zu können. Diejenigenhatten wahrlich nicht Unrecht die ans das tief gewnrzcltc dynastische Ge-fühl des Magyaren hinwiescn, das nur in einer solchen Zeit der Wirrenund Verführung ans Abwege habe gerathen können; aber dasselbe warin mindestens gleichem Maße von den österreichischen Slavcn zu sagen.Ja noch mehr, gerade diese hatten Proben von Treue und Anhänglichkeitgegeben die, sollte man meinen, aller Anerkennung Werth waren. Sla-vische Regimenter fochten mit ausdauernder Hingebung auf allen Kriegs-schauplätzen der Monarchie, Fälle von Fahncnbruch und Abtrünnigkeitwaren bei ihnen etwas unerhörtes; zudem waren cs zwei slavischcStämme, die Serben und die Kroaten, die selbständig und unaufgefordertunter Drangsal und Gefahren das österreichische Banner aufrecht hielte».Angesichts solcher Thatsachcn sich vor 1>en Slavcn fürchten, ihnen mis-tranen, ihrem Anwachsen und Erstarken vorbanen wollen, war eine etwassondeebare Art von . . . Staatswcisheit, die freilich von wohl-, Hoch-wohl- und hochgebornen Magyaren auf das eifrigste befürwortet wurde.Selbst der loyale Ungar sah mit vornehmen Blicken auf den, wie ermeinte, tief unter ihm stehenden Slovakcn, mit schclen auf den seine na-tionale und territoriale Selbständigkeit behauptenden Kroaten, mit ver-ächtlichen und haßerfüllten auf denReizen". Die Haare stiegen ihm zuBerg wenn er sich vorstelltc daß der Scepter vom Hause Arpad solltegenommen und den Söhnen SlavicnS gegeben werden; denn ein dritteskannte er nicht: entweder die Slavcn unterdrücken oder von ihnen unter-drückt werden, und mit ängstlich besorgter Miene nahm er darum wahrwie in Olmüz jetzt Repräsentanten jener Stämme zu dein Rang undEinfluß vonVertrauensmännern" der Regierung hinaufrnckten. Damithatte cs nun in Wahrheit nicht besonders viel ans sich. Schwarzenbergund Stadion zeigten allerdings Männern wie Kolcir Heinrich Hlavacu. a. freundliche Gesichter, ließen sich von ihnen Denkschriften überreichen,hörten ihre Vorschläge und Auseinandersetzungen an: im Grunde ihres

Geschichte Oesterreichs. Bd. IV.

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