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II. 13. Fürst Windischgrätz und seine Mission.
auf kam er bei jedem Anlasse zurück, und der Hergang und Zweck seiner.Ernennung in Olmüz, Geist und Inhalt der bezüglichen AllerhöchstenWillensäußerungen berechtigten ihn dazu*). Dabei hielt er sich durchdie außerordentlichen Dienste die er der Monarchie geleistet, durch dasganz besondere Vertrauen womit ihn die kaiserliche Familie seit Eintrittder März-Ereignisse beehrt und ausgezeichnet hatte, endlich durch den Todeiner edlen Gattin die seiner hohen Mission gleichsam zum sühnendenOpfer gefallen war, wie gefeit und unantastbar, erhaben über alle An-feindungen und Ränke, deren schädliches Spiel wohl ein Anderer in solchbeherrschender Stellung zu befürchten haben möchte, nicht Er.
Von diesem Standpunkte faßten des Fürsten Bestimmung und Be-rns auch eine Reihe weiterblickender Persönlichkeiten, wie Kolovrat, Münch,der ältere Kübeck, auf, von denen er beschworen wurde Wien nicht zuverlassen, die oberste Leitung in seiner Hand und unter seinen Augen zubehalten, den Marsch in's Feld einem andern zu überlassen. DerselbenAnsicht war der britische Botschafter Viscount Ponsonby: „Sie thun sehrUnrecht wenn Sie nach Ungarn gehen", sagte dieser; „Sic haben dieSache gemacht, Sie sollen sie zu Ende führen"! Dazu konnte sichaber der Marschall nicht entschließen. „Er sei Soldat von Beruf", ent-gcgnctc er, „die Armee seine Familie; das Heer bleibe für den Augen-blick die Hauptstütze, ihm könne und dürfe er sich nicht entziehen. Wasdie allgemeinen Angelegenheiten betreffe so habe er die bindende Zusageder Minister, ihr Ehrenwort, ohne ihn nichts wichtiges cinleiten und ent-scheiden zu wollen, über alle großen Fragen sich mit ihm in's Einverneh-men zu setzen; Fürst Felix Schwarzenberg sei ihm Bürge dafür daß vondem, was man als die Grundlage der Neugestaltung des Reiches auf-gestellt, nicht werde abgcgangen werden". In der That ließ sich gegendiese Erwägungen kaum etwas Vorbringen. Wenn Windischgrätz denOberbefehl nicht übernahm so konnte die Wahl nur ans Jelacio fallen;Jelacio war ein tapferer Soldat, ein brillanter Führer, allein er selbsthielt sich für keinen Feldherrn. Zudem hatte schon im September denmagyarischen Hochmuth nichts so sehr verletzt als daß ein Kroat, ein „Ne-bcnländlcr" von Ungarn, als General-Gouverneur an die Spitze gestelltwar; auch verkörperte Jelacio zu sehr den nationalen Gegensatz des Sla-ven gegen den Magyaren, wo es doch vorzugsweise darauf ankam, das
*) Siche unsern Bd. I. S. 7, 81 f. III. S. 406 f.