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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Lchwarzeiibcrg'ö Grobheit gegen England.

gesprochen, dies auf dessen eigene Verantwortlichkeit geschehen sei, ohneeine maßgebende Beglaubigung dafür zu haben, ohne seiner Mitteilungden Charakter einer amtlichen zu geben" n. s. w.

Cs war eine der ersten Klugheitsregeln der Mettcrnich'schen Stabilitäts-Politik, jedem Anlage wo mau nach irgend einer Seite anstoßen könntesorgfältig aus dem Wege zu gehen. Das war nun Schwarzenberg'sMeinung nicht. Wo ihm die Ehre seiner Negierung bedroht oder belastetschien da wollte er anstoßen, kümmerte sich nicht darum ob und wiegroß sein Widerpart war und wie pon diesem der Stoß ausgenommenwurde. Je unangenehmer desto besser. In einem äußerst merkwürdigenSchreiben, worin er seinem Schwager Windischgrätz einen Ileberblickder auswärtigen Verhältnisse gibt, läßt er sich über diesen Punkt ganzmmmwnnden ans. „Mit England", heißt es darin, „haben sich unsereBeziehungen insofern geändert als sie wechselseitig geworden sind: bis-her hatte Lord Palmcrston für sich allein das Privilegium in Anspruchgenommen eine etwas undiplomatische Sprache zu führen, seither habenwir seinem Beispiele gefolgt und es sogar überboten". Er erzählt nun dieGeschichte von der Anzeige des Thronwechsels und fügt mit Befriedigungbei: „Diese Nuance ist in London tief empfunden worden". In der That fühlteman sich am Hofe von Saint-James und in den Kreisen der konservativenAristokratie Englands tief verletzt, ohne doch dem Minister eines Staa-tes, dem das britische auswärtige Amt vielfach in der empfindlichstenWeise nahe getreten war, jene Rache ernstlich nachtragen zu können. Eskam dazu daß Oesterreich noch immer keine Anstalten traf die StelleDietrichstein's von neuem zu besetzen, und wenn gleich die Londoner Tages-presse sich in Bemühungen erschöpfte dem Publicum das Verhalten des kaiser-lichen Cabinets so unverfänglich als möglich darznstellen, und Schwarzen-berg selbst, um der Königin gegenüber die Dinge nicht ans die Spitze zutreiben, für das Ausbleiben des herkömmlichen außerordentlichen Bot-schafters einen halbwegs annehmbaren Erklärungsgrund heranssand, imGrunde wußte doch alle Welt was sie davon zu halten hatte, und legtedas Ereignis in der Weise aus wie es Fürst Schwarzenberg ansgelegtwissen wollteAuch würde er sich, bei all seiner Kühnheit, kaum heraus-genommen haben dem Ersten britischen Staats - Secretar gegenüber einenTon anzuschlagen der mitunter, wir müssen offen gestehen, alles Maßdes Anstandes, nicht blos des diplomatischen, überschritt, wenn nicht dieEntrüstung über Palmerston's wühlerisches Treiben damals eine fast allge-