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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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I. 7. Die österreichische Frage vor dem deutschen Parlament.

aus der großstädtischen Atmosphäre in der er ausgewachsen eine ange-borne Gewandtheit, eine weltmännische Freiheit und Leichtigkeit des Thunsund Lassens mit, die gegen das kleinstädtisch eckige Wesen der Mehrzahlseiner Berussgcnossen einen auffallenden und, für die Aufgabe die er zuerfüllen hatte, äußerst vorthcilhaften Abstand bildete. Daß Schmerlingunter den allgemein deutschen Interessen die seines besonder» Vaterlandesnicht übersah, daß er diese letzteren überall wo es galt mit ungemeinemGlück und Geschick zur Geltung zu bringen verstand, hätten ihm am we-nigsten jene Vorhalten sollen die später ihre entschieden preußischen Interessenso anspruchsvoll wirken ließen. Wenn jemand wahrhaft Grund hatte ihm zugrollen so war cs die äußerste Linke, deren abgeschmackte Interpellationener mit souveraincr Verachtung zu behandeln Pflegte; Ton, Seitenblick,Handbcwegung, wenn er bei solchen Anlässen von „dieser Seite desHauses" sprach, konnten nicht einschneidender sein wenn er sich sic vondem berechnendsten Mimen hätte anlerncn lassen; „zuweilen war dieAntwort nur ein Fußtritt", sagt Hahm, „mit so kalter Satyre gab er denUnverstand dem Gelächter des Auditoriums preis". Aber nicht blos durchdas Wort hat Schmerling den Radikalen die empfindlichsten Streiche ver-setzt: der 18. September der ihre Macht zu Boden schlug, der die Ver-sammlung vor dein Untergang bewahrte, der es ihr möglich machte un-gestört und sicher das Vcrfassnngswerk dem Abschlüße zuznführcn, dieserentscheidende Tag, der mit eins den Ereignissen in Frankfurt eineandere Wendung gab, war Schmerling's Werk.

Damals wußten sich alle, die nicht zu den Vertheidigern der Barri-kaden gehörten, nicht Lobes genug über ihn; damals erkannten sie daßsic ihm nicht weniger als alles zu danken hatten und waren kaum da-rüber im Zweifel ob cs in ihren Kreisen einen zweiten gebe der im Au-genblick der Gefahr gleichen Bürgcrmnth, gleiche Kaltblütigkeit und Ent-schlossenheit bewiesen hätte. Doch das war seitdem nicht etwa vergessen,sondern indem jene deren Planen der weltkluge Mann nun im Wegestand geflissentlich darauf zurückkamen, spotteten sic über das „Vorur-theil" von Schmerling's Unentbehrlichkeit, nahmen es der großen Zahlder Andern übel die sich durch dessen frühere Verdienste gefangen nehmenließen. Jetzt auf einmal empfanden sie Mißtrauen in die „Aufrichtigkeitseiner deutschen Gesinnung", sprachen von der „Unverlässigkeit des Man-nes", dieses „Diplomaten", dieses „Schülers Metternich's". Wie sievordem alles an ihm bewundert hatten so fanden sie nun alles an ihm

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