Steigende Erbitterung der Parteien.
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Erbkaiser, doch unter der Bedingung daß Preußen in Provinzen zerfalleund keine Gesammt-Verfassung behalte; Schubert (Pr. Preußen) undLangcrfeldt (Braunschweig) erklärten sich ohne Beschränkung für das preu-ßische Erbkaiscrthmn.
Die Anti-Kaiserlichen verdoppelten ihre Anstrengungen, es nicht zumBruche mit Oesterreich kommen zu lassen. „Zugegeben", sagten sie, „daßdas Olmüzer Cabinct in seinem Programm die Absicht kundgegeben habedaß cs aus Deutschland scheiden wolle, so liegt es um so mehr in demBerufe einer deutschen National-Versammlnng solchem Ansinnen entgcgcn-zntrctcn und Deutschlands Integrität und Recht zu wahren, andrerseitsaber solche Vorschläge anfzustellcn auf die Oesterreich einzngehen im Standeist". Am 12. Deccmber brachte Neichensperger im Casino einen mit 56Unterschriften, darunter 40 aus dem Casino selbst, unterstützten Antragauf sofortige Einleitung neuer Unterhandlungen mit Oesterreich ein; Ar-neth im Augsburger Hof machte den Vorschlag zu dem seinigen; amschwierigsten zeigte sich der Landsberg. Schmerling und Gagcrn gingenin der Sache noch fortwährend mit einander. Ersterer legte, nach vorhergepflogenem Einvernehmen mit letzterem, dem Ministerium den Entwurfeines Schreibens an das Cabinet von Olmnz vor, das eingeladen werdensollte, entgegen dessen Programme Deutschland und Oesterreich sich unab-hängig von einander constituiren zu lassen, die Frage der staatlichen Be-ziehungen Oesterreichs zu Deutschland ohne Verzug zur Erörterung undLösung zu bringen, worauf in der Abendsitzung vom 13. im Ministcr-Rathc beschlossen wurde der National-Versammlnng einen diesbezüglichendringlichen Antrag vorzulegen "). Anknüpfend hieran schlug Beckcrath amselben Tage im Casino vor mit Oesterreich über die möglichen Grund-lagen seines künftigen Verbandes mit Deutschland in Unterhandlung zutreten, worauf Neichensperger seinen früheren Antrag zurückzog.
Allein eben dieses gute Einvernehmen zwischen dem Minister- unddem Reichstags-Präsidenten war es was die preußische Partei nicht hin-nehmen konnte. Was Grumbrecht in seiner plumpen Art am 7. bei Becke-rath hcrausgepoltert hatte: Gagcrn dürfe nicht neben Schmerling im Mi-nisterium sitzen, das war eigentlich nur Vorwand der Partei; ihre eigent-liche Meinung war: Schmerling dürfe überhaupt nicht länger im Mini-sterium sitzen. Oesterreich und dessen vielgewandter Vertreter bekamen jetztvon dieser Seite gar böse Dinge zu hören. Der unehrliche Kunstgriff,Oesterreich von den ältesten Zeiten her alles vorznrcchnen womit es sich