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I. 4. Spanien — England nnd America — Schweiz.
die Thcilnehmcr am letzten badischen Anfstand noch fortwährend zu schaffenund cs fehlte ihnen nicht an eifrigen Fürsprechern am Sitze der Bundesre-gierung. In der Sitzung des National-Rathes dom 22. Nodember machten diewelschen Mitglieder Pioda und Luvini ihrem Widerwillen gegen die Be- ^setznng des Eantons durch eidgenössische Truppen und ihrem glühenden ^Haß gegen Oesterreich Luft; General Dufonr sprach von „entwürdigenden >
Polizei-Diensten" zu denen man sich Nadeckh zu Gefallen hergeben wolle. i
Dennoch ging, großentheils unter dem Gewicht der Mahnungen des Bun-dcs-Prüsidenten, mit 62 gegen 31 Stimmen der Beschluß durch, es seien isämmtliche Flüchtlinge mit Einhaltung der durch Humanität gebotenenRücksichten zu interniren und der Regierung von Tessin sei untersagtFlüchtlingen noch ferner Aufenthalt zu geben. An Stelle Munzinger'snnd Escher's, die mit Dankesbezcugung für ihre Dienste heimbcrufenwurden, traten Negicrungörath Redet von Bern und National-RathSidlcr von Tessin, während Schultheiß I)r. Steiger von Luzern die !
nördlichen Cantone bereiste, mit dem badischen Gesandten Marschall con- !
ferirtc und den einzelnen Negierungen mit schweizerischem Truppenaufgebot -
auf ihre Unkosten drohte falls sie nicht mit eigener Kraft ihre Gränzcnzu hüten wüßten. Dieselbe Drohung erging nach Bellinzona als mit Ein-tritt des Jahres 1840 ans dem kaiserlichen Haupt-Qnartier zu Mailand !
neue Klagen über Mazzinische Wühlereien und über das Treiben der lom- >
bardischen Flüchtlinge kamen; der Bnndesrath befahl zur Entdeckung und i
Fortschaffung Mazzini's wenn nöthig Haussuchungen vornehmen zu las- j
scn, und „wenn die Tcssincr Regierung 1847 die für Sondcrbnndö-Cantone j
bestimmten Waffcn-Transporte so meisterhaft zu fassen gewußt, solle sie j
jetzt mit gleicher Geschicklichkeit den: Schmuggel nach der Lombardei ein !
Ende machen; cs solle nicht die ganze Schweiz für einige Ruhestörer zubüßen haben". In den an Baden gränzenden Cantonen vcrordnctc derBnndesrath am 27. Januar 1840 Jnternirnng der Flüchtlinge übersechs Stunden landeinwärts, mit der Androhung daß sie sonst desschweizerischen Schntzrcchtes verlustig würden.
Roch eine andere nach auswärts greifende Frage bewegte damals dieGcmüther, jene der s. g. Militär-Capitulationcn deren ungesäumte Auf-hebung die Radicalen in der Presse und in Vereinen mit jedem Tage :
ungestümer verlangten: „nicht wieder wie sonst sollen Schweizer den Un- !
tcrdrückern Italiens dienen, knechtische Werkzeuge des Absolutismus abge- j
ben; und bedrohe der täglich wachsende Haß der Italiener nicht tausend