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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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I. 4. Spanien — England nnd America — Schwei;.

und bcrnische Truppen die allerhand Unfug trieben besetzt, der BischofNachts vom 24. znm 25. October in seiner Wohnung aufgehoben, unter t

militärischer Bedeckung an die Cantons-Gränze gebracht, dort der Waadt- k

ländischen Behörde übergeben in Lausanne im Gasthof „zur Post" untcr-gebracht. Als hier des Abends wilde Pöbelhaufen ihn „an die Laterne"haben wollten, Miene machten gewaltsam in das Haus zu dringen, wurdeer nach dem Schloß Chillon abgeführt und dort gleich dem ärgsten Ver-brecher in Gewahrsam nnd Abgeschiedenheit gehalten; selbst die Briefe anseinen greisen Vater gelangten nicht an ihren Bestimmungsort. Alle Ein-sprache des Bischofs gegen die ihm angcthanc Gewalt, alles Verlangenvor Gericht gestellt, in strenge Untersuchung gezogen zu werden, alle Ver-wendung des päpstlischen Geschäftsträgers in der Schweiz Bovieri (31.October) und des Cardinal-Staats-Secretars Soglia, alle Thcilnahmcwelche dem „für den Glauben der Apostel und für die katholische Ein-heit" Verfolgten die katholischen Vereine von ganz Deutschland bezeugten, i

hatten keine andere Folge als daß die Regierung von Waadt, um aller s

weiteren Verlegenheiten los zu sein, den Bischof nach siebenwochentlicherHaft in einen Wagen setzen, über die Schweizer Grünze schaffen und auffranzösischem Boden vor der Kirche von Divonne mit seinem Koffer ab-sctzen ließ, 13. Deccmber; der gräfliche Eigenthümer des Schlosses nahmsich des Ausgestossenen gastfreundlich an und gewährte ihm unter seinemObdach Aufnahme und Ruhe nach so schwerer Unbill.

In der Schweiz war inzwischen die neue Verfassung ins Leben ge-treten. Am Morgen des 6. November begrüßten 155 Kanonenschüsse, derGesammtzahl der Mitglieder des aus dem ganzen Lande gewählten Na-tional- und des von den einzelnen Cantonen beschickten Stände-Rathesentsprechend, den Anbruch des Tages der sie zum erstenmal versammeltin Berns Mauern sah; eidgenössische Fahnen neben jenen der Zünftewehten von den Thürmen der Stadt, von den öffentlichen Gebäuden, ausvielen Privat-Wohnnngen in die frische Luft. Nach dem Gottesdienste, der um9 Uhr V.-M. für die Räthe katholischen wie evangelischen Glaubensbe-kenntnisses gehalten wurde, nahmen die beiden Vertrctungskörper der neuenSchweiz in feierlichem Aufzuge unter dem Geläute aller Glocken von denihnen angewiesenen Räumlichkeiten Besitz; Ochsenbein der Held des Son-dcrbundkricges wurde der Präsident des National-, Fnrrer jener desStände-Rathes. Abends Stadtbclenchtung Festmal Trinksprüche. In denTagen darauf wo die eigentlichen Geschäfte begannen trat an die Stelle