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I. 4. Spanien — England und America — Schweiz.
Am 1. Juni 1848 trat Alexander Fnnk als letzter Präsident dereidgenössischen Tagsatzung sein Amt an; in der Rede womit er am 3. Jnlidie Versammlung zn Bern eröffuete konnte er darauf Hinweisen daß „dieLage des allgemeinen Vaterlands, bei aller Gebrechlichkeit und Unvollkom-menheit des alten Bundes und bei allen Erschütterungen und Umstal-tungen denen es näher oder entfernter gestanden, kein düsteres Bild dar-biete, gewiß ein weit erfreulicheres als die meisten Staaten von Europa".Am 22. September beschloß die letzte der schweizerischen Tagsatznngenihre Vertagung; sie trat nie wieder zusammen. „Fünf Jahrhunderte lang,mit nur kurzer Unterbrechung, hatten die Glieder der Eidgenossenschaftdurch persönlichen Zusammentritt von Standesboten besprochen und ver-fügt was gemeine Wohlfahrt inner den Schranken der Bünde zn erhei-schen schien; ein halbes Jahrtausend lang wurde unter dieser Staatsformdie Freiheit und Selbständigkeit der Eidgenossenschaft gewahrt" ^). Nunsollten neue Landes-Formen an die Stelle treten, über deren Entwurf dieeinzelnen Cantone in den abgelaufenen Monaten ihr Urtheil abzugebcnberufen worden waren; der Ausspruch der meisten und bedeutendstenCantone und überhaupt der Mehrzahl des gesammten Schwei-zcrvolkes war zustimmcnd ausgefallen. Allerdings trat nun die siegendePartei, die radikale Mehrheit gegen die konservative Minderheit, herrischerund willkürlicher als je auf. Schon bei der Bildung der Wahlkreise, ausdenen die Mitglieder des künftigen Nationnl-Raths hervorgchen sollten,ging sic nach reinem Belieben vor um sich das gewünschte Uebergewichtzu sichern. Hielt man radikale Wahlen für sicherer wenn man den Can-ton zu einem Wahlkreise machte oder nur in wenige theilte so wurdedieser Weg eingeschlagen; war man der VolkSmehrhcit im ganzenCanton nicht sicher, so wurde derselbe in möglichst viele Wahlkreise zerlegtum sich wenigstens in einem oder dem andern die Aussicht auf Erfolgoffen zu lassen. So wurde Aargau, das nach der Zahl der vorzunchmendenWahlen neun Kreise bilden sollte, in einen einzigen zusammengeworfen,in St. Gallen, wo die Regierung acht Kreise vorgeschlagen hatte, vomGroßen Rath eine Einschränkung ans vier vorgenommcn, Waadt statt innenn Kreise in drei große zn 60.000 Seelen eingethcilt. In Luzern da-gegen, wo die radikale Partei von der Gesammtbcvölkerung nichts zuerwarten hatte, bildete man sechs Kreise und machte deren Umschreibungso künstlich daß in den ineisten den Conscrvativen alle Hoffnung ans einObsiegen schwand. Unter solchen Umständen war die Bctheiligung an den