Erhebung der Sikhs in Hindostnn.
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Einverständnis mit dem Mulradsch zn stehen, so daß sich der britischeResident genöthigt sah einen der verdächtigsten Sirdare Nandschnr Singhin Haft zu nehmen und den königlichen Palast mit europäischen Truppenzu besetze»; als sich über diese Maßregel bedenkliche Aufregung knndgab,ließ man den jungen Maharadscha Dhulip Singh einen Spazierritt machenum die Bevölkerung, die auch ihren Fürsten gefangen glaubte, vom Ge-gentheil zn überzeugen, 18. September So war denn, da auch SultanMohammed Chan in Peschauer geheimen Einverständnisses mit TschntturSingh verdächtigt wurde, mit einemmal der Pcndschab mit all' seinenNachbargebieten gegen die britische Macht im Aufstand. Graf Dalhonsicin Calcntta, dem seine Landsleute zum Vorwurf machten zn großes Ver-trauen in die indischen Fürsten gesetzt zu haben, mußte jetzt alle Streit-krüstc anfbicten den Sturm im Norden so lang zn beschwören bis Ver-stärkungen aus dem Mutterlande cingetroffcn sein würden. An der Spitzeeines stattlichen Heeres setzte sich der Oberbefehlshaber Lord Gough, einAlaun in den Siebenzigen, in Bewegung, der Gouverneur selbst verließCalcntta am 17. Octobcr. Die weite Entlegenheit des Kriegsschauplatzes,die Schwierigkeit das grobe Geschütz, die nöthigen Lebensmittel dahin zuschaffen, verzögerten den Anmarsch. Für die erste Zeit mußte mit den inden aufständischen Gebieten selbst vertheilten britischen und trengcbliebenenindischen Truppen die Gefahr bestanden werden. Abbott und Nicolson inHnssan-Abdall erhielten Verstärkungen aus dem Dnab Dschclindir undans dem Pcndschab; Oberst Mac Sherry nahm die Festung Govindghnrmit 62 Kanonen und großen Vorrüthen; vor Multan fielen einige Schar-mützel vor in denen die Engländer kleine Vortheile errangen, Ans. Nov.Schon zog Lord Gough an der Spitze von 20000 Mann mit 70 Ge-schützen durch die Wüste Rawi heran, übersetzte den Fluß und nähertesich dem Dschenab, an dessen anderem Ufer Schir Singh mit seinerHauptmacht stand. Am 21. November befand er sich etwa 66 Meilenhinter Lahore; die dem Feinde überaus günstigen Oertlichkeiten machtengroße Behutsamkeit zur Pflicht. Die Sikhs waren gut bewaffnet, alsmuthig gewandt und kriegsgeübt bekannt; ihr Heerwesen war auf halb-europäischem Fuße eingerichtet und zum Theil von europäischen Officierengeleitet; ihre Artillerie hatte an dem Franzosen L'Enfant einen tüchtigenFührer. Am 22. November kam es bei Ramnagar zum ersten Zusam-menstoß, vom 2. bis 5. Decembcr wurde bei einer Furt des Dschenabzn Sadalapore gestritten. Beidesmal behaupteten die anglo-indischen