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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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I. 3. Der europäische Osten.

Hin- und Hermarschiren und Quartier-Wechseln darauf berechnet schiendie Höhe der vorhandenen Truppenmacht noch bedeutender erscheinen zulassen als sie in der That schon war. Die Soldaten waren guten Muthesund schienen stündlich Marschbefehl nach Preußen oder nach Oesterreichzu erwarten. Die Officiere wollten nicht begreifen warum diese beidenRegierungen von ihrer Waffenmacht, von der sie eine hohe Meinunghatten, zur Dämpfung aller Unruhen nicht wirksamem Gebrauch machten;„zuletzt werden sie uns doch zu Hilfe rufen", hörte man sie sagen, „undwieder wie im Jahre 1813 wird Rußland in Europa Ordnung machenmäßen."

Stand Rußland von dieser Seite gerüstet längs der posen'schen undgalizischen Gränze, so hielt es von der andern in den Donau-Fürsten-thümern mit seinen Heeren und Lagern jene der Bukowina Siebenbürgensund des südlichen Ungarn umspannt. Es war dort ein sehr unliebsamerGast, nicht gern gesehen vom größten Theil der Bevölkerung, unwill-kommen den Türken die da meinten sie hätten in den beiden Provinzenmit den eigenen Truppen Ordnung machen können. Es schien in derersten Zeit zwischen den russischen und türkischen Commissaren das besteEinverständnis zu walten, das sich aber in demselben Grade trübte inwelchem die elfteren herrischer auftraten. Wer sich mit seinem Anliegenan die Pfortcn-Commissare wandte war darum allein den Russen einDorn im Auge. Der greise Erzbischof von Jassy, weil er seinen Namenunter eine an Talaat-Effendi gerichtete Adresse gesetzt hatte, mußte Ver-folgungen aller Art erdulden; der Bischof von Roman wurde seiner Di-öcesc beraubt, in ein Kloster gesteckt und dort der schmählichsten Behand-lung ausgesetzt; Bischof Justin rettete sich durch Flucht über die Gränze.Fürst Sturdza, die Geisel und der Blutsauger seiner Unterthancn, standseinen nordischen Beschützern getreulich zur Seite. Täglich sprachen undschrieben die Misvergnügten von der bevorstehenden Entfernung des Ver-haßten; Fuad-Effendi wurde in Jassy erwartet der den Absetzungs-Fer-man für jenen bringen sollte. Allein Sturdza blieb, unterhielt sich mitden Russen und brauchte allerhand Finten seine Jassyer zu überzeugenwie gut er in Sanct-Petersburg angcschrieben sei. . . In der Walacheithcilten sich Russen und Türken, je 6000 M. Fußvolk und 1000 Reiter,in die Besetzung der Hauptstadt, jene am rechten diese am linken Dum-bovica-Ufer. Mit Ausnahme der fremden Consulate war kein Haus vorEinquartirung sicher: das Collegium Sv. Sava war von russischen