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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Eindrücke »nd Einwirkung nach außen.

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auf einer breiten und starken Grundlage wieder anfgcrichtet werde, nichtdurch eine Raccn-Verschmelznng die, so wünschenswcrth sie wäre, unmög-lich ist, sondern dadurch daß jedes Königreich und Land des Kaiserthumsdie Freiheit localer Sclbstrcgiernng erhält. Ein Reich, weder weiß undroth noch schwarz und gelb, nicht deutsch nicht magyarisch nicht slavisch,sondern österreichisch mit allen Erinnerungen der Vergangenheit undallen Veränderungen welche die höher gespannten Anforderungen derGegenwart verlangen, das sei die Losung Oesterreichs!" . . . Dazu nunnoch der Thronwechsel der unerwartet die Zügel des Reiches in dieHände der Jugend legte, des Sinnbilds der Zuversicht und Hoffnung,deren Nachklang sich in allen Cabinetcn und an allen Höfen, in allenOrganen der Tagespreise, aber auch auf allen Geldmärkten des Conti-nents vernehmbar machte.Das Programm des Ministeriums Stadion",schrieb man aus Hamburg anfangs Dcccmber,hat an unserer BörseFurore gemacht, weil man auf dieses und des Kaisers Wort allgemeinesZutrauen hat". Die Radicalen spöttelten freilich, das gescheheä llantsraison mstalligns"; aber cs sind nun einmal die Dinge unter demMonde ans solchen Fuß gesetzt daß eine materielle Grundlage allerExistenzen da ist, welche im privaten wie im öffentlichen Leben einerseitseinen wichtigen Factor bildet, anderseits eine Art Werth- und Stim-mungs-Messer abgibt.

Es ist nicht zu viel gesagt, daß das verjüngte Oesterreich damalsallein auf der Höhe der mittel-europäischen Bewegung stand. Zwar hattedieselbe im Spätjahr 1848 ans allen Punkten ihren Gipfelpunkt erreicht,ja überschritten; aber die Regierungen, oder was augenblicklich derenStelle vertrat, befanden sich vielfach noch mitten in der Strömung, hattenkeinen sicheren Halt gewonnen, keinen festen Plan über den Standpunktgefaßt den sie einzunehmen bestimmt waren. Das war in Frankfurt, inBerlin, in Paris der Fall, von den italienischen Ländern, wo es noch aller-orts drüber und drunter ging, gar nicht zu reden. Auch in Oesterreichwar man um dieselbe Zeit noch lang nicht so weit, sagen zu könnendaß man sich am Ende aller Drangsal befinde: an der Sndwestgränzedes Reichs lauerte nach wie vor der äußere Feind zu Angriff und Ein-fall bereit, an die Bewältigung des ungarischen Aufstandes war mannoch nicht geschritten, alle Gestaltungsfragen im Innern, theilweise selbstnach außen wie zu Deutschland, befanden sich in der Schwebe. Doch inall diesen Stücken hatte unsere Regierung feste Stellung genommen, hatte

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