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I. 1. Das verjüngte Oesterreich.
allen conscrvativen gleich gehoben nnd erfreut diesen, wie man noch vorkurzem meinte, innerem Zerfalle anheimgegcbcnen Staat aus eigener Kraftsich anfraffen, auf die Stätte des Aufruhrs nnd wilder Anarchie seinsiegreiches Banner aufpflanzen zu sehen. Man zog den Vergleich zwischendiesen kaiserlichen Officieren und Truppen, nnd jenem schmählichen Ab-fall französischer von den Orleans mit Ehren und Gutthaten überhäuftenMilitärs im ersten Augenblick der Gefahr'). König Leopold in Belgienließ sich von unserem Gesandten die Einzclnheiten des Kampfes deren ZeugeWohna gewesen war erzählen, und erklärte Windischgrätz und Jclaciofür die größten Männer der Zeit. „Der Wiener Sieg", sagte er, „rettetvielleicht Europa; er setzt einen Markstein in der Geschichte gleich denEreignissen welche die Welt umgestaltct haben. Das ist eine zweiteSchlacht von Tolbiac*) gegen die Sarazenen der gesellschaftlichen Ord-nung" .... Dann kam die Bildung des Ministeriums Schwarzenberg-Stadion und das Programm womit es, noch umgeben von den Trüm-mern und Zeugen eines kaum anfznhaltcnden Umsturzes, klar und mnthigvor die Abgeordneten der österreichischen Völker trat. Die deutschen Re-gierungen die, von den Königreichen anznfangen bis zu Renß-Greiz-Lobenstein-Ebersdorf herab, seit den verhängnisvollen Jdus des Märzalle Stützen ihrer Macht wanken gefühlt, durchdrang die Zuversicht neuzu gewinnenden Haltes, was sich in dein Tone ihrer jetzigen Kundge-bungen wahrnehmen ließ worin sie, obgleich zahmer und schüchtern, dasBeispiel der österreichischen Staatsmänner nachznahmen suchten^). Derruhebedürftigcn Mehrheit des französischen Volkes flößten der Muth unddas Selbstgefühl, wovon die Manifestationen der neuen Regierung Oester-reichs Zeugnis ablegten, die höchste Achtung ein; selbst Cavaignac ver-hehlte diesen Eindruck nicht, allerdings nur in vertraulicher Zwiesprache;vor seinen Republicanern mußte er andere Worte im Munde führen.Auf dem elastischen Boden des Selfgovernment erregte besonders dieverheißene Neugestaltung des österreichischen Staatslcbcns das lebhaftesteInteresse. „Wir hatten nie Sympathien mit jenen Politikern", schrieb„Morning Chronicle", „die Oesterreich von der Karte streichen und dieHauptmasse des Contincnts in eine große deutsche Republik, ein König-reich Ungarn und, um jedem Geschmack etwas zu bieten, eine aristokra-tische Republik Polen zerlegen wollten. Wir wünschen daß Oesterreich
°) lolbiacum Zülpich 496 p. 0.