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Ciceros Hausund Garten.
Platz des TodesCiceros.
oben auf ist die Festung, welche sowohl den Hafen, alsweit in das Meer dominiert; allda ist der so berühmteblontggna spaccatn oder zerspaltene Berg, welcher dickeFelsen von oben bis unten ausgerissen und einer vondenen sein soll, welche bei dem Tode Christi zersprungen.Dieweilen ich wegen Kürze der Zeit selbst dahin zukommen verhindert worden, kehre ich wiederum zurück nachMola. Die Luft ist allda sehr angenehm und kann manvon Früchten und Fischwerk alles nach Genüge haben.
Ein Ueberbleibsel von alten marmornen und anderenMauerstücken sollen noch die Merkmale sein der von demKönig der Lastrigonier, Antiphate, erbauten Stadt Formia.Man sagt, dieses grausame Volk seien Menschenfresser ge-wesen. Hart an dem Ufer sieht man ein altes Gemäuer,welches des großen Cicero ehemalige Wohnung war. Ichließ mich durch einen Wegkundigen in die unterirdischeGrotte dieses Palastes führen, welche, obwohlen gänzlichruiniert, dennoch sattsam erkennen läßt, daß solche bequemeWohnungen gegen die große Sommerhitze gewesen undalso eingeteilt sind, daß man durch alle Zimmer, gleichwieaus einem Keller, in das Meer sehen konnte. Der dasigeGarten ist sehr groß, allein schlecht unterhalten, ungeachtetdessen gleichsam mit einem Wald von allerhand Oranien-und Pomeranzenbäumen angefüllt. Zu Ende desselbenan dem Meer ist annoch der marmorsteinerne Tisch,worauf dieser große Redner seine mehresten Orationenverfertigt und muß allem Ansehen nach dieses einer derschönsten Paläste gewesen sein. Solcher diente ihm inseinem Leben zur Ruhe. Unweit desselben aber war derunglückselige Ort, allwo Cicero, als er eben sich in einemSchiffe zu saldieren auf der Flucht begriffen, durch denrömischen Hauptmann Pompilius in der Sänfte seinenKopf verlieren mußte.
Ans diesem Garten ist der weltberufene feuerspeiendeBerg Vesuv, welcher wohl noch zehn deutsche Meilen vonhier entlegen, aus einer von dem häufig aufsteigendenDampf entstehenden großen Wolke bereits schon zu er-kennen.