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besorgen und endlich zu Rom wegen der päpstlichen Audienzsowohl, als sonstigen Vorfallenheiten mit Herrn von Contro-lini das Notwendige zu unterreden, sofort vor allem beider letzten Post den unterthänigsten Rapport abzustarten.
von Loreto nach Rom.
Den 5. Februar trat ich demnach voraus die Reisean, und obschon ich den ganzen Weg von Loreto bisnach Rom von Seiner Durchlaucht entfernt war, folglichdas Genauere mir unbekannt blieb, ermangle ich dennochnicht, die Nachtlager, Beschaffenheit der Wege und dasMerkwürdigste, so ich allda angetroffen und Höchstdieselbenachgehends auch in Augenschein genommen, anzuführen.
Ich versah mich wegen der gefährlichen Wege mitLaternen, welche ich auch in der Thal der vielen Präcipizehalber höchst nötig hatte.
Sambnchetto, gute Wege.
Macerata, annoch passabler Weg. Dies ist einartiges Städtlein und liegt auf einem Berge.
Tolentino ist eine kleine Stadt auf der Höhe undder Weg ebenfalls gut, die Kirche des heiligen NicolaiTolentini daselbst ist sehr antike, in der Kapelle ruht derLeib des Heiligen in einer verschlossenen und mit Kettenbewahrten Kiste. Ferner sind zwei schöne Malereien, dieBrunst des venetianischen Palastes vorstellend, wie solchedurch Anrufung dieses Patrons gelöscht wurde. Auf derSeite wird dessen Zelle gewiesen, welche so klein ist, daßman sich kaum darin regen kann. An der Wand siehtman das Kruzifix, zu welchem der Heilige zu beten ge-pflogen. Ich bekam daselbst Oel und ein kleines Brod,als ein gewisses Mittel zur Vertreibung des Fiebers.
Valcimara. Sehr üble und gefährliche Wege.
Ponte della Traua. Dahin ist der Weg ebenso schlimm; ich bestellte für Seine Durchlaucht das Nacht-quartier in einem Wirtshaus, welches sehr schlecht, undkonnte man fast nichts bekommen; gleichwie denn in diesem
S. NikolausTolentinus.