Ungeachtet nun die Zeit in Venedig sehr kurz, die Diver-tissements aber vielfältig, ließen jedoch Seine Durchlauchtniemals einen Posttag Vorbeigehen und versicherten, daßder Unterhalt der ab- und ankommenden Briefe Ihrgrößtes Vergnügen sei, welche so angenehme Korrespon-denz auch in Rom und ganz Italien kontinuiert wurde.
von Venedig nach Loreto.
Den 24. Januar präparierte man sich zur Abreise,und weil wegen gar zu üblen Wetters und sehr ver-dorbener Wege nicht möglich war, zu Lande nach Bolognafortzukommen, wurde resolviert, von Venedig zu Wasserbis nach Bnon Porto zu fahren, wohin auch die zu Fusina.hinterlasfenen Soufflen bereits schon vor einigen Tagentransportiert worden. Die Schiffe wurden indessen her-beigebracht und mit aller Notwendigkeit versehen.
Den 25. Januar begaben sich Seine Durchlauchtmit sämtlicher Suite morgens um 2 Uhr zum Schlafenin das Schiff, welches zwar auch Luccentauro genanntwird, allein einem guten Marktschiffe nicht viel ungleichist, worauf das andere mit den Kavaliers, MonsieurSchübler, Goes, Pagen und meiner Wenigkeit und endlichdas dritte mit der Küche und den Bedienten folgte. DieKüchengeschirre und Matratzen hatten wir von unserem WirteMonsieur Moncousin geliehen und nahmen also Abschied vonder edlen und angenehmen Stadt Venedig, welcher manunstreitig das Recht widerfahren lassen muß, daß sowohl dieSitten und Umgang der Leute, als die Billigkeit imHandeln und die Bewirtung der Fremden von ganz Italiendie beste und die Venezianer annoch vieles von uns edlenDeutschen in dergleichen Stücken behalten haben.
Den ersten Tag unserer Schiffahrt gelangten wir:
IVIiAÜL.
-Ala Labanella cki ?o.50
Ten 26. Januar: -Ala poli^ella (?ole8eIIa) 24
Den 27. Januar: /Ala Palanton .... 24
Den 28. Januar: -Ala pinsle cki lAockena . 30