langen. Es ist aber mehr Bettlerei als Notwendigkeithalber, angesehen dieselben nach erhaltenem Trinkgeld,ohne kaum den Paß zu eröffnen, ein Kompliment machen.
Nahe bei dem Schloß dieser Stadt befindet sich der Garten Garten desdes Cicero, worin jedoch außer dem Namen nichts son-,derliches zu sehen. In dem Dominikanerkloster zeigt mandie Zelle und das Auditorium des heiligen Thomas vonAguin. Die erste ist klein, das andere ein ziemlich großer,aber ganz gemeiner Saal. Man sieht allda in einemverschlossenen Garten einen Oranienbaum, welcher von Oramrnbanmdiesem Heiligen gnno 1274 selber gepflanzt, folglich 477 *>cs h>. ThomasJahre alt ist. Seine Größe ist mittelmäßig, allein, gleich """einem faulen Holz, fast nur eine Rinde, welche ungeachtetdessen ganz schöne Früchte trägt, wovon mir einige prä-sentiert worden.
Jtri, eine kleine auf einem felsigen Grunde gelegeneStadt, allwo man schon der Neapolitaner gewinnsüchtigesUnd böses Gemüt verspürt. Ich konnte wegen üblenWetters und später Nacht nicht mehr weiter kommen,übernachtete also daselbst. Auf Befragen, wie viel fürdas Quartier und etliche geringe Speisen zu zahlen wäre,wollte der Wirt lange nicht mit der Farbe heraus, be-gehrte doch endlich zwei Dukaten, welche aber nach ge-machtem Akkord auf einen Gulden zwölf Kreuzer moderiertwurden.
Mola. Allhier kann man zu Lande nach derFestung und Seehafen Gaeta gelangen, welches nicht mehrals dreiviertel Stunden außer dem Wege gelegen. Molaist eine kleine Stadt und k^orteresse, wo der Reisendezum ersten mal seines habenden Paßportes halber undEquipage examiniert, sofort nach Befinden angehalten oderwieder zurückgewiesen wird. Dasige Gegend kann inWahrheit wegen ihrer schönen Situation nicht genugsambeschrieben werden. Zur rechten eine kleine Stunde ent-deckt sich die benannte Stadt Gaeta, welche mit ihrenVorgebirgen tief in das Meer läuft und sehr viel Anconazu vergleichen ist. Unten am Fuß des Berges liegt die-selbe gleich einem Amphitheater in einem halben Zirkel,