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Pfalzgraf Friederich Michael von Zweibrücken und das Tagebuch seiner Reise nach Italien
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zur Musik Disposition haben, darzu ungehalten werden,hernach dem Chor dasiger Kirche, entweder ihre ganzeLebenszeit hindurch oder doch so lange dienen müssen, bisdieselben zn einer Heirat Gelegenheit finden, in welchemFalle sie mit einem Eid, niemalen ein Vüeatrum zu be-treten, verbunden werden. Unter diesen armen Musenbefand sich eine, Bolognese genannt, deren Kunst in ganzItalien berühmt und in Wahrheit ungemein war.

Diesen Abend gab der französische Gesandte Herr Seme Durch,,de Javinni mit zwei Kavaliers und Herrn Sekretär ihre von deinVisite, welchen Seine Durchlaucht oben an der Stiege sranMi-henembrassierten und in das Tafclzimmer führten. Bei demAbschiede wurde derselbe wiederum auf diese Art begleitet.

Abends war große Opera.

Den I I. Januar wurde der Vormittag in Betracht-ung verschiedener Antiquitäten zugcbracht. Höchstdieselbespeisten bei dem französischen Gesandten, verfügten sichhernach in die zweite Operette, al 8. lAowe, welcheebenfalls auf gewisse Art sowohl in Musik als Ballet ihreMeriten gehabt, und gnädigstes Wohlgefallen davon ge-tragen.

Den 12. Januar bestiegen Seine Durchlaucht denhohen S. Markusturm, wovon die ganze Stadt undSeehafen mit ungemeiner Kommodität und Freiheit kannübersehen werden, divertierten sich nachmittags mitSpazierenfahren und machten Lormawsance mit demPrinzen Tribuzzi, welche Bekanntschaft Höchstdenselbenwährend ihres Aufenthaltes viel Vergnügen und Unterhaltverursachte.

Den 13. Januar früh morgens besahen SeineDurchlaucht den Schatz, speisten bei Herrn de Javinni undgingen abends in die Opera.

Den 14. Januar wurde in der S. Markuskirche dasOrdensfest zelebriert, welchem der Doge mit der ganzenNoblesse beiwohnte. Seine Durchlaucht hielten die Mittags-tafel bei dem kaiserlichen Gesandten Herrn Marquis dePrie. Nach -diesem verfügten sich Höchstdieselben alla ozpi,->° -n->?ieta, allwo die Jungfer Berges sich zum ersten mal hören ^

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