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Pfalzgraf Friederich Michael von Zweibrücken und das Tagebuch seiner Reise nach Italien
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Kleine Exekutionmit

vier Dieben.

ließ. Es cikkompagnierten solche einige Matronen vonAlter, welche zwar ihre Instrumente ziemlich perfekt trak-tierten, aber mit ihrer wunderlichen Figur ein seltsamesAnsehen machten.

Dieses Hospital ist dem 31 lUenckicsnn völlig gleich,und hat man daselbst schlechte Kost und große Kälte ans-zustehen.

Den 15. Januar besuchten Höchstdieselbe verschiedeneKirchen, und am 16. war früh morgens eine Exekutionmit vier Dieben, welche schon zweimal auf den Galeerengewesen, und dieweilen solches etwas besonderes, solle ichnicht Vorbeigehen, den ganzen Verlauf in etwas an-zuführen.

Zwischen den zwei ans dem Broglio stehenden Säulenwurde ein kleines Schaffst anfgerichtet, ans welchem dievier Delinquenten mit Ketten angeschlossen, dem Publikumeine Stunde lang öffentlich exponiert worden, woraufder Scharfrichter einem jeden mit ziemlicher force dasStaatswappen ans die Stirne brannte. Der Lapiwneocki 8birri mit zehn seiner Untergebenen führte alsdanndieselben ans die nächst dabei stehende große Galeere,wohin sofort auch ich mich, um ihr ferneres Schicksal an-zusehen, gleichfalls verfügte. Bei ihrer Ankunft wurdejedem sein Platz auf der Ruderbank angewiesen. Annochvorher schmierte ihnen der Krankenwärter den Brand,worauf die Wappen auf den Stirnen, gleichwie geschrepft,ganz kennbar wurden. Gleich hernach fand sich der darzugeordnete Büttel ebenfalls ein mit zwei großen und schwerenFuhrketten, legte einem nach dem andern die Bande umdie Füße, welche sofort mit einem großen Nagel vernietetworden.

Sollte nun bei diesen so gewaltsamen Hammerschlägenein Fehlstreich geschehen, so würde dem Delinquenten un-fehlbar das Bein entzwei geschlagen, und wann sich einsolcher bei dieser Operation im geringsten weigert oderein wenig Empfindung merken läßt, wird ihm augen-blicklich mit derben Maulschellen in das Gesicht geschlagen.Das Elend dieser Galioten ist in Wahrheit zum höchsten