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Pfalzgraf Friederich Michael von Zweibrücken und das Tagebuch seiner Reise nach Italien
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genug zu lobende Gastariello, welcher in Wahrheit fürein Wunder in seiner Kunst angesehen werden kann. Erthat sein Aeußerstes, um Seiner Durchlaucht zu gefallen,welches ich vielfältig vernommen, indem derselbe mehr-malen durch seinen wunderlichen Humor das ganze 8pee-tacul disgoustiert. Die Dekorationen und übrigeMusik waren nicht von sonderlichem Beifall, allein dieTänze und Ballets um so viel brillanter, deren ErfinderHerr Sauftair zn seinem Paar die anmutige und tugend-same Foliagi ausersehen hatte. Es bestrickte solche dieHerzen mancher hohen Zuschauer.

Die mehresten Tänze bestunden in Grotesk, worunterstarke Springer gewesen. Die Tänzerinnen sind wohl ge-kleidet, allein sehr übel choissiert, die Röcke gar zu kurzund differieren hierin gänzlich von dem französischen Gusto.Nach geendigter Opera begaben sich Höchstdieselbe in diebereits schon beschriebene Redonte und endlich von damorgens um 1 Uhr zum Souper.

Den 7. Januar vormittags 1l Uhr besahen SeineDurchlaucht den Uia/^a cki 8. IVIarco und frequentiertendie Redoute zur Mittagszeit.

Nach der Tafel verfügten sich Höchstdieselbe in dieOperette bei S. Cassian, welches komische 8pecraculin der That überaus angenehm, und ungeachtet solchesvon Stimmen nicht exzellierte, wurde es dennoch durch diemunteren und lustigen Arien sehr aggreabel. Ein undandere Tänzerin war allerdings wohl zn sehen.

Den 8. Januar hörten Höchstdieselbe in S. Markus-kirche die hl. Messe, welcher der Doge auch zugegen war,besahen die große Bibliothek und gingen abends in dieOpera.

Den S. Januar okkupierten sich Seine Durchlauchtmit Beschauung verschiedener Kuriositäten, fuhren in derGondola spazieren und abends in die große Opera.

Den 10. Januar war Aran Lorwiglio, wovon schonoben umständliche Meldung geschehen. Nach der Tafelfuhren Höchstdieselbe in das kio8pital ai IVIenckicariti,worin arme, verlassene Mädchen auferzogen und, so einige