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Verona, eine alte Stadt, der venetianischen Republikzuständig und ringsherum mit Mauern umgeben, hat aufder Höhe drei Schlösser, welche dieselbe beschützen, nämlichS. Felice, S. Pietro und Castell Vecchio.
Es würden aber solche wegen der gar schlechten Ver-fassung einem mächtigen Feinde nicht sonderlichen Abbruchthun. Der oft berührte Fluß L'Adige fließt in Gestalteines 8 mitten durch die Stadt und importiert derselbennebst großem Nutzen viele Annehmlichkeiten. Es fehlt da-hier nicht an besonderen Antiquitäten und sind die Seiden-fabriken in ziemlicher Anzahl.
Seine Durchlaucht verfügten sich diesen Abend in dieitalienische Komödie, worin wir zum ersten mal vieleMasken wie nicht minder auf der Straße dergleichen einegroße Menge antrafen.
Besonders merkwürdig erscheint das weltberühmteAmphitheater, welches in Wahrheit von dergleichen Amphitheater.Gattung die beste Antiquität in ganz Italien zu nennen.
Und obwohl die Republik, zu Ausbesserung der Festungsolches zu demolieren, einstens gänzlich entschlossen ge-wesen, auch bereits durch Abreißring der äußeren Galerie-manern, wovon annoch vier Fenster übrig, der Anfanggemacht worden, wurde dennoch endlich diese harte Reso-lution geändert und im Gegenteil die Verfügung gethan,nicht allein diesen zugefügten Schaden, sondern auch, wasdurch Unbilde der Zeit dürfte künftighin ruiniert werden,mittels der in diesem Gebiete eingehenden Strafgeldervollkommen auszubessern.
Dies erstaunenswürdige Gebäude, welches der Weltzu allen Zeiten eine wahre Empfindung der alten römischenGroßheit hinterläßt, verursacht dem Kuriosen bei demersten Anblicke eine höchst wundersame Einbildung. Esist solches der eigentlichen Figur nach oval und hat ohnedie große Galerie, auf welcher alles Volk ohne Unterschiedbeisammen stund, 45 Staffeln. Der mittlere Platz wurdeArena genannt, angesehen derselbe jederzeit bei denSpektakeln oder Tierkämpfen mit Sand überfahren wurde.
Ans den verschiedenen Eingängen, welche in bester