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Ordnung eingeteilt, ersieht man noch deutlich, wie dasVolk, jeder seinem Range gemäß, den ihm gebührendenPlatz ohne eines anderen Hindernis zu finden wußte.
Die verschiedenen Löcher an den Staffeln sind dieThnren oder Ausgänge; unten zu ebenem Fuß, nächst amKampfplatz, befinden sich die Gefängnisse der Sklaven oderGreuliche anderer unschuldiger zum Tode verdammter Christen,Gefängnisse, wiederum nach eines jeden Verbrechen schwerer
oder leidentlicher eingeteilt gewesen. Etliche waren ganzfinster ohne das geringste Licht, andere empfingen dessennur so viel, daß sie bloß den Unterschied des Tags undder Nacht erkennen konnten. Andere aber bekamen nur einenvon einer gegenüberstehenden weißen Mauer oder Wandzurückprellenden, ganz sombren und betrübten Schein.Gegenüber diesen Gefängnissen waren die Behälter derzum Kampf eingeschlossenen grimmigen Tiere, als Löwen,Tiger, Pantertier und dergleichen. Mitten ging lediglichein freier Gang zwischen hindurch, also daß derselbenabscheuliches Brüllen und Geschrei in den Ohren derarmen Gefangenen Tag und Nacht erschallte. Diese be-dauernswürdige Einkerkerung wurde durch den zunächstanstoßenden großen Kampfplatz gar viel verbittert,
anerwogen eben diese Gefangenen das tötliche Heulenund Lamentieren der leidenden Menschen und das entsetz-lichste Rasen der mit freier Wut darauf losgehendenBestien nur allzu deutlich mußten gehört haben.
Rings herum an der inneren Seite des Amphitheaterswar eine Einfassung von hohen eisernen Staketen, damitdie wilden Tiere nicht etwa hindurch brechen und den Zu-schauern Schaden thnn möchten. In der Mitte ging einsehr hoher Blast in die Höhe und erstreckte sich über dasganze Gebäude hinaus; an dessen oberer Spitze warengroße Tücher mit Seilen festgemacht, welche bei starkerSommerhitze oder auch einfallendem Regenwetter die ver-sammelten Zuschauer von dergleichen Ungemächlichkeitengleich einem weit ausgespannten Zelte bedeckten, in gutemWetter aber nach beschehener Herablassung jedermann denGenuß der freien Luft gestatteten.