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Pfalzgraf Friederich Michael von Zweibrücken und das Tagebuch seiner Reise nach Italien
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LXIX
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I.XIX

Europas genießt, die Achtung, welche ihm die Kenner wahrenVerdienstes bezeugen, daß seine Berufung durch die Schwedenauf ihren Thron, kurz, daß alle diese Zeugnisse im Zusammen-halte ein unwiderleglicher Beweis der Begabung und derTugenden sind, welche ihn charakterisieren, und daß ihm nurein größerer Schauplatz fehlt, um dieselben in ihrem vollenGlanze erstrahlen zu machen.

Seine Hoheit der Fürst Friederich, der würdige BruderSeiner Hoheit des Herzogs von Zweibrücken, ist ihm ähnlich.In Ihrem Alter hatte er schon einen ruhmvollen Namen; ichsehe, wie eine ganze Armee sich für ihn interessierte, wegender Wunde, welche er bei der Belagerung von Prag em-pfangen; seine Thüre war fortwährend von Leuten belagert,die ihn nur dein Namen nach kannten, aber fromme Wünschegegen Himmel richteten für die Erhaltung eines Fürsten, derzu so großen Hoffnungen berechtigte, Hoffnungen, die so ge-rechtfertigt waren, und die er erfüllt hat. Sie selbst, meinPrinz, sind Zeuge gewesen seines Ruhmes, Sie haben ihn ander Spitze einer Armee gesehen, die er geschaffen; aber zueiner solchen Schöpfung bedarf es des Genius und eines ent-schiedenen Talentes."

ch Vollständiges Diarium von den merkwürdigsten Begebenheiten,die sich vor, bey und nach der Höchst Beglückten Krönungdes etc. Carl VII., erwehlten Römischen Kaysers etc. zugetragen.Franks. a/M. 1743, I>. Bd. 122.

2) Neun Monate nach dem Tode des Pfalzgrafen, am 16. Mai1768, ernannte der Reichstag zu Regensburg dessen ältestenSohn Karl August später Herzog von ZweibrückenzumReichs-Generalfeldmarschall-Lieutenant auf katholischerSeite", nachdem er schon im vorhergegangenen Monat Aprilvon dem Oberrheinischen Kreise an Stelle seines Vaters alsOberst und Inhaber des Infanterie-Regimentes dieses Kreisesernannt worden war.

2 ") lieber die stattgehabten Leichenfeierlichkeiten für den Pfalzgrafenfindet sich folgender Bericht vor:

Am 1. September ward den Karmeliten vom Hofe angedeutet,daß ihre Kirche zu den feierlichen Exeqnien für die Seelenruhedes Prinzen bestimmt sei. Am andern Tage brachten sieben