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Wägen das Nötige, was die Auszierung der Kirche für dieseTotenfeier erforderte. Alle Altäre, Fenster, Kirchenstühle,einen Teil der Mauern bedeckte schwarzes Tuch. Das Trauer-gerüst oder sogenannte Lastrum cloloris nahm in der Mitteder Kirche einen Platz von 30 Schuh ein. Auf demselben lagenaus Kissen der Herzogshut und Stab, seine Handschuhe, Degenund Rock. In der Mitte stand ein Kruzifix samt drei brennendenWachskerzen. Vorne hingen das goldene Vließ und das Groß-kreuz des Maria Theresia-Ordens herab. An den vier Eckenstanden Pyramiden, an welchen die pfalzgräflichen Wappengeheftet waren. Um das Totengerüst leuchteten 238 halb-pfündige Wachskerzen und auf jedem Altar brannten sechs.Zu dieser Feier lud der Prior den Herrn Dechant Waldhartein. Am 4., nachdem die Herren Offiziere, die Räte derAdministration, die Professoren, die Vorstände des Oberamts,der Stadtmagiftrat in der Kirche versammelt waren, stelltesich der Stadtdechant mit acht Klerikern ans dem HeidelbergerSeminar zur rechten Seile des Totengerüftes, die Väter zurlinken. Die Totenvigil ward angeftimmt, die teils dasOrchester, teils die Priester absangen. Nach Endigung dieserhielt der Herr Dechant unter dem Beistände der Kleriker dasSeelenamt. Am folgenden Tage ward diese Feier wiederholt,nur daß die Vigil unterblieb. Der Kirche verblieben mehrals 100 Pfund Wachs. Die Frau Kurfürftin gab dem Kloster500 Gulden zu einer Stiftung, damit jährlich am 5. Septemberzu immerwährenden Zeiten die halbe Totenvigil von denPriestern des Klosters gebetet und ein musikalisches Amtgesungen werde, wobei um die aufgerichtete Tnmba zehn undauf den Altären vierzehn Wachskerzen brennen sollen.
Ueber den Sarg schreiben die „Pfälzischen Merkwürdigkeiten"(Seite 04):
„Es verdienet jener prächtige Sarg bemerkt zu werden, derin der Pfalzgräflichen Begräbnißgrnft in dein hiesigen Karmeliter-kloster befindlich ist, welchen Se. Kurfürst!. Durch!, imJahre 1769 dem durch seine Heldenthaten sowohl, als durchseine Menschenliebe unsterblichen Prinzen Friederich von Pfalz-Zweibrücken hat verfertigen lassen. Der Sarg selbst besteht ansdem Sockel, dem eigentlichen Sarg, und dem Deckel desselben.